Ein kleines Dorf in Norwegen kann sich vor Touristen plötzlich kaum retten, dabei wollen die eigentlich ganz woanders hin. Schuld ist mal wieder die moderne Technik.

Der Preikestolen ist ein beliebtes Ziel für Wanderer im Süden von Norwegen: Das Felsplateau liegt 604 Meter über dem Meeresspiegel und bietet Touristen eine tolle Aussicht über den Lysefjord und die Berge in der Umgebung. Wer sich auf dem Weg zum Preikestolen allerdings auf Google Maps verlässt, landet genau auf der gegenüberliegenden Seite, in dem kleinen Dorf Fossmork.

Google Maps mit der falschen Ortsmarke; Foto: Screenshot Google Maps

Zum Preikestolen hier entlang? Ähm, nein!

Screenshot Google Maps

"Wir haben Hunderte Touristen weggeschickt"

Die Bewohner dort reiben sich zurzeit ständig die Augen: Ganze Kolonnen von Minibussen kommen in ihr Dorf, weil sie der falschen Route folgen. „Wir haben Hunderte Touristen weggeschickt, die nicht gemerkt hatten, dass sie sich auf der falschen Seite des Fjords befanden“, erzählt ein Bewohner einer norwegischen Zeitung.

Ein Wegweiser für Wanderer in Norwegen; Foto: imago
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Viele haben dann aber gar keine Lust mehr, sich auf den richtigen Weg, 30 Kilometer weiter, zu machen. Sie kaufen sich Ferngläser und schauen sich die Gegend einfach aus einer anderen Perspektive an.

Google hat mit einer Standardantwort auf den Fall in Norwegen reagiert: Man arbeite immer daran, den Service zu verbessern. Solange müssen die Bewohner von Fossmork wohl noch weiterhin als Ersatz-Navi einspringen und Wanderer auf den richtigen Weg lotsen.