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Die Situation auf Gran Canaria ist unter Kontrolle – Feuerwehrleute drängen den Waldbrand immer mehr zurück. Die Bewohner einiger Ortschaften durften schon wieder zurück in ihre Häuser. Was bleibt, ist ein immenser Schaden.

In der Nacht zum Mittwoch konnten zahlreiche Menschen auf Gran Canaria aufatmen: Die Inselregierung gab bekannt, dass viele Menschen wieder in ihre Häuser zurückkehren dürfen. Der Brand ist nicht gelöscht aber unter Kontrolle. Der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Victor Torres sagte dazu: „Wenn die Menschen in ihre Häuser zurückkehren, bedeutet dies, dass wir das Feuer besiegen.“

Feuer hatte sich immer mehr ausgebreitet

Zwischenzeitlich hatten bis zu 50 Meter hohe Flammen die Berge der Insel erfasst. Der Waldbrand war außer Kontrolle geraten, hieß es von den örtlichen Behörden. Von dem Feuer waren etwa 10.000 Hektar Fläche im Inselinneren nahe des Ortes Valleseco südwestlich der Hauptstadt Las Palmas betroffen. „Wir sind nun in der Lage, den Brand zu löschen“, sagte der Chef der Einsatzkräfte auf Gran Canaria, Federico Grillo. In den vergangenen Tagen war noch nicht klar gewesen, ob das überhaupt möglich ist – von den Einsatzkräften hieß es, der Brand sei „jenseits der Löschkapazitäten“.

Mehr als 9.000 Menschen aus mehreren Dutzend Ortschaften waren aus dem Gebiet südwestlich der Hauptstadt Las Palmas in Sicherheit gebracht worden. Touristen an den Stränden waren nicht von der Feuerfront betroffen.

Sorge um „grüne Lunge“ der Insel

Die Schäden im berühmten Naturpark Tamadaba mit seinen einzigartigen Kiefernwäldern seien deutlich geringer als zunächst befürchtet, sagte der Einsatzleiter. „Das bedeutet aber nicht, dass es keine Schäden gibt.“ Die Einsatzkräfte müssten weiter in Alarmbereitschaft bleiben. „Die Gefahr ist noch nicht gebannt“, sagte Grillo. Bei dem Park handelt es sich um ein UNESCO Biosphärenreservat, er liegt im Westen Gran Canarias und gilt als „grüne Lunge“ der Insel.

Brandstiftung denkbar

Zeitungen zitierten den Chef der Inselregierung, Antonio Morales, mit den Worten, es könne sich möglicherweise um Brandstiftung handeln. Beweise dafür gebe es aber bisher nicht. Schon vor einer Woche waren in der gleichen Bergregion rund um die Gemeinden Tejeda und Artenara 1.500 Hektar Wald verbrannt.

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