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Umweltbewusstsein, Vermeidung von Plastikmüll, erneuerbare Energien – in weiten Teilen der USA ist das kein Thema. Greta Thunberg ist nun gekommen, um das zu ändern.

Es war ein interessanter Anblick, vergangenen Freitag, einige Meter vom Weißen Haus entfernt: Etwa 250 Schülerinnen und Schüler hatten sich versammelt, um gemeinsam mit ihrem Idol Greta Thunberg gegen den Klimawandel zu demonstrieren.

Der Trubel scheint Greta unangenehm zu sein

Wo auch immer die junge Schwedin gerade auftaucht, die Medien sind schon da. Auch am Mittwoch drängeln sich dutzende Kamerateams um Thunberg – alle wollen möglichst nah ran. Thunberg selbst scheint der Trubel etwas unangenehm zu sein. Gleichzeitig weiß sie, wie wichtig starke Bilder für ihr Anliegen sind – und postet auch selbst laufend auf Instagram und Twitter, wie hier aus Capitol Hill:

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Greta ist zu einer Marke geworden. Und die zieht. Viele Demonstrierende sind vor allem ihretwegen hier:

„Es war sehr inspirierend sie zu sehen. Wo auch immer sie hingeht, spricht sie über ihr Anliegen. Ich bin ihr sehr dankbar. Schließlich geht es um unsere Zukunft.“

Die „Fridays for Future“-Bewegung ist in den USA deutlich kleiner als in Deutschland und Schweden. In den vergangenen Jahren sind amerikanische Jugendliche vor allem für strengere Waffengesetze auf die Straße gegangen.

Die Folgen des Klimawandels scheinen für viele offenbar weit weg. Umweltbewusstsein, Vermeidung von Plastikmüll, erneuerbare Energien sind in weiten Teilen des Landes kein Thema.

Greta will die USA aufwecken

Greta Thunberg will die US-Amerikanerinnen und -Amerikaner aufrütteln. Pausenlos nimmt sie Termine wahr, trifft Senatoren und Gleichgesinnte. Vor dem Supreme Court, dem Obersten Gerichtshof der USA, solidarisierte sie sich mit sieben Jugendlichen, die gerade gegen die US-Regierung klagen, weil sie nicht genug tue, um den Klimawandel zu stoppen.

Ein Termin, wie gemacht für Thunberg. Und die jungen Aktivistinnen und Aktivisten bedankten sich bei der Schwedin für die zusätzliche Aufmerksamkeit.

Treffen mit Obama – Treffen mit einem Freund

Bereits vor ihrer Reise in die USA gab Thunberg an, auf ein Treffen mit Donald Trump keinen Wert zu legen. Diese Abneigung dürfte auf Gegenseitigkeit beruhen - der US-Präsident leugnet den menschengemachten Klimawandel. Anders sieht das sein Vorgänger Barack Obama. Thunberg besuchte den ehemaligen Präsidenten in seiner Stiftung.

Als nächstes wird Greta Thunberg wieder zurück nach New York reisen, um dort am Jugendklimagipfel teilzunehmen. Thunbergs Mission in den USA ist noch nicht zu Ende.