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Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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Nach einer Verpuffung in einer Grube in der Nähe von Halle in Sachsen-Anhalt waren dort mindestens 30 Bergleute im Stollen eingeschlossen, es gab auch Verletzte. Jetzt sind alle in Sicherheit.

In Teutschenthal, etwa 10 Kilometer westlich von Halle/Saale saßen 35 Bergleute unter Tage fest. In einem Stollen 700 Meter unter der Erde gab es am Freitagvormittag eine Verpuffung. Dabei sind auch zwei Kumpel verletzt worden.

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Die Bergleute seien mittlerweile gerettet worden, teilte die Polizei mit. Sie seien nach der Verpuffung in dem Stollen in Sicherheit gewesen, sagte ein Sprecher des Landesbergamts in Halle. Sie befanden sich in Sicherungsräumen und wurden bis zu ihrer Rettung durch einen intakten Schacht mit Sauerstoff versorgt worden.

Gasgemisch wohl Schuld an Unglück

Grund für die Verpuffung in der Grube war wohl ein explosives Gasgemisch, das sich gebildet hatte. Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

Grube seit den Achtzigern stillgelegt

In der Grube Teutschenthal arbeiten etwa 100 Menschen. Allerdings gibt es dort schon seit 1982 keinen klassischen Bergbau mehr. Die Grube ist ein sogenanntes Versatzbergwerk. Auf 14 Quadratkilometern Grundfläche werden mineralische Abfälle deponiert, um die Grube zu stabilisieren. Bis Anfang der Achtziger wurden dort Kali und Steinsalze abgebaut.

Für die Grube gebe es spezielle Sicherungs- und Rettungsszenarien, sagte der Abteilungsleiter Bergbau im Landesamt für Geologie und Bergwesen, Uwe Schaar.

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