Stand:

Greta Thunberg – mittlerweile kennt diesen Namen fast jeder. Sie ist sowas wie eine Ikone der neuen Jugendbewegung für Klimaschutz. Deshalb wurde sie jetzt von einer deutschen Politikerin für den Nobelpreis vorgeschlagen.

Die bayerische Bundestagsabgeordnete Lisa Badum (Grüne) hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Die Schülerin inspiriere mit ihrer Konsequenz hunderttausende junge Menschen weltweit, sagte sie dem Bayerischen Rundfunk.

Kreativ, freundlich und authentisch

Mit ihrem wöchentlichen Schulstreik sorgte die 16-Jährige weltweit für Aufsehen. Seit August 2018 sitzt die Schülerin vor dem Schwedischen Parlament. Dabei nutzt sie kein Megafon oder ähnliches. Sie hat nur ein Schild dabei, auf dem steht „Schulstreik für das Klima“.

Greta Thunberg; Foto: dpa/picture-alliance

Bekommt Greta Thunberg jetzt den Nobelpreis? Auf jeden Fall hat sie viele Menschen zum Nachdenken gebracht.

dpa/picture-alliance

„Greta Thunberg kämpft für unser aller Zukunft und ein gutes Leben auf diesem Planeten“, sagte Badum. Die 16-Jährige zeige, wie wichtig eine ehrgeizige nationale und internationale Klimapolitik sei. Badum lobte Thunbergs Protest außerdem als kreativ, friedlich und authentisch. Deshalb habe sie die junge Schwedin jetzt offiziell für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

Ein konsequentes Handeln, so wie von Greta Thunberg verkörpert, würde zu einer vernünftigen Klimapolitik führen.

Lisa Badum im Bayrischen Rundfunk

Jeder Bundestagsabgeordnete hat das Recht, beim Norwegischen Nobel-Komitee eine Person für die Auszeichnung zu benennen. Badum sitzt seit 2017 für die Grünen im Bundestag und gilt als deren Klimaexpertin.

Tausende Mit-Demonstranten in Deutschland

Auch in Deutschland beteiligen sich viele Schüler und Studentin an Thunbergs Initiative. Am vergangenen Freitag sollen sich 12.000 junge Menschen auf die Straße gegangen sein. Das teilte das Aktionsnetzwerks „Friday for Future“ mit, das die Veranstaltungen bundesweit organisiert.