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Hans Liedtke
Hans Liedtke, SWR3; Foto: SWR3
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„Rostock, wir haben ein Problem“ – Starten Weltraumraketen bald aus Deutschland? Wenn es nach dem deutschen Industrie-Lobby-Verband geht, ist der Weg für einen privaten Weltraumbahnhof nicht mehr weit. Wirtschaftsminister Altmaier will den Griff nach den Sternen prüfen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich offen für die Anregung des deutschen Industrieverbandes BDI gezeigt, die Voraussetzung für den Bau eines privaten Mini-Weltraumbahnhofs in Deutschland zu schaffen. Der BDI-Vorstoß verfolgt das Ziel, den „Booster“ für den Zukunftsmarkt Weltraum in Deutschland zu starten.

Andere Länder bauen schon

Von dem privaten Weltraumhafen oder Micro Space-Port sollen nach den Vorstellungen des BDI kleine Trägerraketen mit Satelliten starten. Das steht in einer neu vorgelegten Berliner Weltraumerklärung des Verbandes. Darin verweist der BDI darauf, dass mehrere europäische Länder – allen voran Großbritannien – bereits Micro Space-Ports realisieren.

Der erste Micro Space-Port soll in Schottland eröffnet werden. Ab Mitte des Jahres 2020 könnten Satelliten mit einem Gewicht bis zu 150 Kilogramm in den Orbit befördert werden. „Ein deutscher Micro Space-Port sollte nicht in Konkurrenz zum europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana) stehen, sondern diesen ergänzen“, heißt es im Grundsatzpapier des BDI.

Von Niedersachsen bis Mecklenburg

Wenn Deutschland keine Möglichkeiten für den Bau eines solchen Weltraumhafens schaffe, würden neue Systeme von anderen europäischen Staaten aus starten, gibt der BDI zu bedenken. Obwohl ein Mini-Weltraumbahnhof in Deutschland noch Zukunftsmusik ist, werden in diesem Zusammenhang stets zwei mögliche Standorte genannt: die Flugplätze Rostock-Laage in Mecklenburg-Vorpommern und Nordholz in Niedersachsen.

Zu den Weltraumvorschlägen des BDI zählt zudem eine Aufstockung des deutschen Raumfahrtbudgets von derzeit 285 auf über 700 Millionen Euro, was dem Weltraumbudgets Frankreichs entspräche.

SWR Hauptstadtkorrespondent Dirk Rodenkirch hält den Weltraumbahnhof im Video für eine gute Idee.

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