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Hitze wie in Texas, Luftfeuchtigkeit wie in Florida – New York erwartet ein heißes Wochenende. Alle Veranstaltungen draußen wurden abgesagt. Durch die vielen laufenden Klimaanlagen, ist die Sorge vor einem Blackout groß.

Die Hitzewelle, die dieses Wochenende über New York rollt, ist außergewöhnlich – die gefühlte Temperatur soll bei 44 Grad Celsius liegen. Auf dem Thermometer sind es immerhin bis zu 38 Grad Celsius. In den aufgeheizten Betonschluchten Manhattans oder in U-Bahnhöfen kann es noch heißer werden.


Behörden in Alarmbereitschaft

Bürgermeister Bill de Blasio hat für das Wochenende den Hitzenotstand ausgerufen und einen Ratschlag für die Bürger: „Im Haus bleiben. Und damit niemand auf die Idee kommt, ohne Not doch rauszugehen, wurde der New York City Triathlon abgesagt und auch ein großes Festival im Central Park. Notfallnummern sind eingerichtet.“

Auch die Behörden seien in Alarmbereitschaft. Wer keine Klimaanlage zu Hause hat, kann in sogenannte Cooling Center gehen, die in städtischen Gebäuden und öffentlichen Bibliotheken eingerichtet wurden.

Aber es gibt auch andere Möglichkeiten. „Kino, klimatisierte Restaurants, Einkaufszentren. Hauptsache irgendwohin, wo es nicht so heiß ist“, sagt die für das Notfallmanagement der Stadt verantwortliche Beauftragte, Deanne Criswell. Sorgen macht ihr auch die anfällige Stromversorgung New Yorks.

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Sorge vor Blackout

Bereits vergangenes Wochenende hatte es für mehrere Stunden einen Blackout in Manhattan gegeben. Wenn heute und morgen alle Klimaanlagen auf Hochtouren laufen, ist das ein Stresstest für Energieversorger und den Bürgermeister. „Ich haben mit denen gesprochen. Sie erwarten, dass genügend Strom zur Verfügung steht“, sagt de Blasio. Um sicher zu gehen, rief er dazu auf, Energie zu sparen. Zudem wies er per Dekret an, dass in Bürohochhäusern die Luft nur bis höchstens 24 Grad heruntergekühlt werden darf.

Auch Deutschland erwartet Hitze

Auch für Deutschland wird eine weitere Hitzeperiode vorhergesagt. Mitte kommender Woche könnte die gefühlte Temperatur regional bei über 38 Grad liegen, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Andreas Matzarakis, Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des DWD, empfiehlt, körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden.

Nicht nur für gesundheitlich geschwächte Menschen sei es an so heißen Tagen wichtig, viel zu trinken. „Halten Sie Ihre Wohnung kühl, denn ein erholsamer Schlaf hilft dabei, die Hitze des Tages besser zu verkraften“, so die Empfehlung. Die Temperaturen sollen mindestens bis zum nächsten Wochenende bleiben.

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