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Im Südwesten werden 47 Anbieter die Strompreise erhöhen. Teilweise steigen die Preise um mehr als zwölf Prozent. Ein Wechsel des Stromanbieters kann sich lohnen.

Wie das Vergleichsportal Verivox ermittelt hat, gibt es in Baden-Württemberg die größte Preissteigerung in Rottweil: Die ENRW Energieversorgung erhöht die Kosten des Grundtarifes ab 2020 um 12,4 Prozent. Ein durchschnittlicher Drei- bis Vierpersonenhaushalt zahlt dann bei einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden jährlich 150 Euro mehr.

Den größten Preisaufschlag in Rheinland-Pfalz berechnen die Stadtwerke Kusel. Deren Kunden zahlen ab dem nächsten Jahr 11,7 Prozent mehr.

Hier steigt der Strompreis am stärksten

Preisänderungen in Baden-Württemberg
Stromanbieter
Tarif
Preiserhöhung
Energieversorgung RottweilGrundversorgungstarif12,4 %
Stadtwerke FreudenstadtGrundversorgungstarif11,4 %
Ziegler GmbHGrundversorgungstarif10,4 %
Klettgau-Rheintal GmbHGrundversorgungstarif10,1 %
Stadtwerke AltensteigGrundversorgungstarif10,1 %
Stadtwerke LindauLokales Angebot8,0 %
Stadtwerke LindauGrundversorgungstarif7,7%

Preisänderungen in Rheinland-Pfalz
Stromanbieter
Tarif
Preiserhöhung
Stadtwerke KuselGrundversorgungstarif11,7 %
Stadtwerke SpeyerLokales Angebot6,9 %
Stadtwerke Bad BergzabernLokales Angebot6,8 %
Stadtwerke Bad DürkheimGrundversorgungstarif6,6 %

Wechsel des Stromanbieters lohnt sich

Bei jeder Strompreiserhöhung haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Doch nicht mal jeder zweite Haushalt hat in Deutschland jemals den Stromanbieter gewechselt. Verbraucherschützer raten, zu günstigen Energieversorgern zu wechseln. Denn Qualitätsunterschiede gibt es bei Strom nicht.

Panagiotis Fotiadis aus der SWR-Wirtschaftsredaktion gibt Tipps zum Stromanbieter-Wechsel:

Ein grünes Windrad, eine Steckdose und ein Euro-Zeichen; Foto: imago images/Christian Ohde

Nachrichten Tipps zum Stromanbieter-Wechsel von Panagiotis Fotiadis, SWR-Wirtschaft

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Strompreiserhöhung gerechtfertigt?

Bundesweit erhöhen 275 Anbieter ihre Strompreise zum 1. Januar 2020 um durchschnittlich 5,5 Prozent. Als Grund nennen die Energieversorger gestiegene Umlagen und Netzgebühren. Verbraucherschützer halten dagegen, dass die Preise an der Strombörse – wo die Stromanbieter selbst den Strom einkaufen – um fast ein Drittel gesunken seien. Bislang habe aber noch kein Anbieter seine Tarife reduziert.