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Patrick Seibert
Patrick Seibert; Foto: Patrick Seibert
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Vor 75 Jahren wurde das NS-Vernichtungslager in Auschwitz befreit. Aus diesem Anlass hat dort eine Gedenkfeier für die Opfer der Nationalsozialisten stattgefunden.

In der Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Vernichtungslagers haben 200 Überlebende sowie Staats- und Regierungschefs an die Befreiung vor 75 Jahren erinnert. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dazu aufgefordert, die Geschichte als Mahnung für die Gegenwart zu verstehen. Bei seinem Eintrag ins Gästebuch der Gedenkstätte schrieb er:

„Wer den Weg in die Barbarei von Auschwitz kennt, der muss den Anfängen wehren. Das ist Teil der Verantwortung, die keinen Schlussstrich kennt.“

Überlebende nennt Auschwitz „teuflische Welt“

Bei der Gedenkfeier haben auch vier Überlebende des NS-Vernichtungslagers an den Holocaust erinnert. Die 95-jährige Bat-Sheva Dagan nannte Auschwitz eine „teuflische Welt“, in der die Menschenwürde nichts zählte. Dagan ist Jüdin und lebt heute in der Nähe von Tel Aviv.

Merkel erinnert an deutsche Verantwortung

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erinnerte an die deutsche Verantwortung für den Holocaust. Auf Instagram zitierte sie die Worte, die sie bei ihrem Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau am 6. Dezember geäußert hatte.

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#WeRemember

Auch in Berlin haben zahlreiche Veranstaltungen stattgefunden, darunter Ausstellungen, Gottesdienste sowie ein Benefiz-Konzert in der Staatsoper Unter den Linden. Am Mittwoch findet im Bundestag eine Gedenkstunde statt — in Anwesenheit von Bundespräsident Steinmeier und Israels Präsident Reuven Rivlin.

Der Jüdische Weltkongress hat dazu aufgerufen, auf Twitter unter dem Hashtag #WeRemember an den Holocaust zu erinnern. Viele Politiker haben bei dieser Aktion mitgemacht — unter anderem CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und Außenminister Heiko Maas (SPD).

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Gedenken auch bei Polizei und in der Bundesliga

Neben Überlebenden und Politikern haben auch viele andere Organisationen an die Befreiung von Auschwitz erinnert. Die Berliner Polizei twitterte: „Eines der dunkelsten Kapitel unserer Polizeigeschichte — und eine Verantwortung, der wir uns immer stellen werden.“

Der Geschäftsführer von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, besuchte das Konzentrationslager Auschwitz-Monowitz und legte Blumen nieder. Auch bei den Bundesligaspielen am Wochenende wurde an den 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz erinnert.

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Das Konzentrationslager Auschwitz

Auschwitz gilt als Symbol des Massenmords am jüdischen Volk durch die Nationalsozialisten. Weit mehr als eine Million Menschen wurden zwischen 1940 und 1945 in das größte deutsche Konzentrationslager nahe der polnischen Stadt Oswiecim deportiert.

Der weit überwiegende Teil waren Juden aus ganz Europa. Dazu kamen etwa 140.000 Polen, Zehntausende Sinti und Roma sowie Tausende politische Häftlinge.


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SWR3