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Wegen der Coronakrise arbeiten viele jetzt von zu Hause – aus dem Homeoffice. Doch: Gibt es darauf überhaupt einen Anspruch und welche Kontrollmöglichkeiten hat der Chef? Wir klären die wichtigsten Fragen.

Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren und damit die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, verlagern viele Firmen ihre Arbeitsplätze in die Wohnungen ihrer Angestellten. Das stellt viele vor neue Herausforderungen. Michael Nordhardt aus der SWR-Rechtsredaktion gibt Antworten auf die häufigsten Fragen:

Gibt es einen Anspruch auf Homeoffice?

Nein, sagt Rechtsexperte Nordhardt – selbst wenn man Angst habe, müsse man arbeiten gehen. Auch bei möglichen Ausgangssperren sei der Weg zur Arbeit in der Regel möglich. Nordhardt empfiehlt jedoch flexible Lösungen: „Arbeitgeber und Mitarbeiter sollten miteinander sprechen.“

Kann ich ins Homeoffice gezwungen werden?

Auch hier gibt es vom Rechtsexperten ein klares Nein. Wer zu Hause nicht arbeiten kann oder wenn einem „die Decke auf den Kopf fällt“, dann muss die Möglichkeit da sein, wie gewohnt im Unternehmen zu arbeiten. Auch hier sei das gemeinsame Gespräch wichtig, um Lösungen zu finden, die für jeden in Ordnung seien.

Darf mich mein Chef im Homeoffice überwachen?

Zunächst betont Nordhardt, dass auch im Homeoffice ganz normal gearbeitet werden müsse. Eine „schöne Zeit zu Hause“ sei nicht drin. Anfangs-, Endzeit und Pausen sollten notiert werden. Die Kontrollmöglichkeiten des Chefs seien aber eingeschränkt: „Telefonkonferenzen oder Videokonferenzen sind in Ordnung“, erklärt der Rechtsexperte. Eine Dauerüberwachung – beispielsweise per Webcam – sei nicht erlaubt.

Raus aus den Federn, schnell einen Kaffee gemacht und dann direkt an den Schreibtisch? Oder: Den Tag so starten, als ob man tatsächlich ins Büro gehen würde? Aber wie ist man zu Hause am produktivsten? Jobcoach Karin Lausch gibt Tipps für Homeoffice-Neulinge.

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