Autor
Mario Demuth
Mario Demuth, SWR3; Foto: SWR3
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So ein Influencer-Leben kann durchaus ganz schön sein. Hier ein „Testprodukt“, dort eine Einladung oder einfach mal ein Urlaub für umme. Zumindest scheinen einige sich das so vorzustellen. Einem Hotel auf den Philippinen wurde das jetzt zu viel.

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Täglich grüßt die Influencer-Anfrage

Ein Hotel auf den Philippinen wurde offenbar derart von Influencer-Anfragen überhäuft, dass es die Notbremse zog. Auf Facebook postete der „White Banana Beach Club Siargao“, dass er nicht an einer Zusammenarbeit mit selbst ernannten Influencern interessiert sei. Stattdessen sollten sie sich doch einen anderen Weg suchen, gratis zu essen, zu trinken und zu übernachten.

Und im letzten Satz wird dann deutlich, was das Hotel von solchen Influencern hält: „Oder versucht es mit richtiger Arbeit.“ Das sitzt. Der Post wurde über 3.000 Mal geteilt.

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„Wir mögen Influencer, aber wir hassen Schmarotzer“

Wegen des großes Echos setzte das Hotel einen zweiten Post ab und stellte klar, dass es nicht generell etwas gegen Influencer habe – aber definitiv etwas gegen Schmarotzer. Und in der Vergangenheit habe der Club bereits mit verschiedenen Influencern zusammengearbeitet. Allerdings habe das Hotel den Kontakt gesucht und sie seien auch entsprechend bezahlt worden.

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Freiburger Influencerin hätte anders reagiert

Die Freiburger Influencerin Anne Kissner sagte im SWR, dass es bei ihr mittlerweile auch so ablaufe, dass sie angefragt werde und nicht umgekehrt: „In der Influencer-Szene – wenn man es so nennen mag – ist das was völlig Normales geworden und da muss man immer auch ein bisschen schauen: fährt man in Hotels, die einen anfragen oder macht man es nicht. Aber das zahlt einem jetzt auch nicht die Miete, auch wenn wir alle gern mal umsonst in Urlaub fahren.“

Kissner hat 500.000 Follower auf ihrem Youtube-Kanal und 200.000 Anhänger auf Instagram. Auch sie ist schon häufig in den Genuss gekommen, kostenlos Urlaub machen können. Die Kritik des Hotels müsse man aber differenziert betrachten.

Sie könne das Hotel zwar auf der einen Seite verstehen. Auf der anderen Seite sei der Post aber nicht durchdacht gewesen, sagte sie. Sie empfahl, einfach eine eigene Mailadresse für solche Anfragen einzurichten und auf der Homepage auf bestimmte Anforderungen hinzuweisen, die von Influencern erfüllt sein müssten.

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