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Hans Liedtke
Hans Liedtke, SWR3; Foto: SWR3
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Im ewigen Eis: Ein Welpe lag 18.000 Jahre im sibirischen Permafrost. Er ist so gut erhalten, dass sogar Augenwimpern und Barthaare noch vorhanden sind. Wissenschaftler rätseln, ob es sich um einen Hund oder einen Wolf handelt.

Der Welpe war bei seinem Tod keine zwei Monate alt. Das hat das Stockholmer Zentrum für Paläogenetik herausgefunden.

Dieses Tier lag 18.000 Jahre im sibirischen Eis.; Foto: picture alliance/Love Dalén/Centre for Palaeogenetics Stockholm/dpa

Dieses Tier lag 18.000 Jahre im sibirischen Eis.

picture alliance/Love Dalén/Centre for Palaeogenetics Stockholm/dpa

Entdeckt wurde der Welpe im Sommer 2018 im nordostsibirischen Jakutien (Republik Sacha). Von dem Fund erhoffen sich die Forscher Aufschluss darüber, wann, wo und wie Hunde erstmals domestiziert wurden.

Welpe heißt Dogor

Der Forscher Love Dalén vom Stockholmer Zentrum berichtet, es sei noch unklar, ob es sich um einen Wolf oder einen Hund handele. Die erste Analyse habe jedoch gezeigt, dass das Tier männlich ist. Russische Forscher tauften es daraufhin auf den Namen Dogor, was auf jakutisch „Freund“ bedeutet.

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Hund oder Wolf?

„Wir wissen immer noch nicht genau, wo oder wann Hunde domestiziert wurden, und wir wissen nicht einmal, von welcher Wolfslinie sie domestiziert wurden“, erläutert der Forscher Daléns Kollege, David Stanton. Viele Forscher gehen davon aus, dass sich Hunde vor grob 20.000 bis 40.000 Jahren in Eurasien aus Wölfen entwickelten.

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