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Lena Seiferlin
Lena Seiferlin, SWR3; Foto: SWR3
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Weltweit gehen heute Menschen mit den „Fridays for Future“ auf die Straße. Hunderttausende auf der ganzen Welt protestieren für das Klima. Auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gibt es viele Aktionen.

Die, mit der alles begann, ist mitten auf dem Atlantischen Ozean. Greta Thunberg, Initiatorin der freitäglichen Schulstreiks fürs Klima, ist weiterhin mit dem Segelboot „La Vagabonde“ auf dem Weg nach Portugal, um möglicherweise am Montag bei der Weltklimakonferenz in Madrid dabei zu sein.

Protest fürs Klima in 100 Städten im Südwesten

Den Protest verhindert das nicht. Nach der Klimawoche im September finden heute erneut weltweite Demonstrationen fürs Klima und damit für den Planeten statt. Angeführt von den „Fridays for Future“-Aktivistinnen und -Aktivisten sind Hunderttausende auf den Straßen.

Der deutsche Teil der Bewegung hatte Demos in mehr als 500 Städten angekündigt. International sind laut dem Netzwerk 2.400 Städte in 157 Ländern dabei. Es ist der vierte weltweite Protest nach Aufrufen im März, Mai und September. Auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wird in rund 100 Städten demonstriert.

Streiks in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz geplant; Foto: picture alliance/Fabian Sommer/dpa

Nachrichten Streiks in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz geplant

Dauer

Hamburger Innenstadt wird für 30.000 Demonstranten gesperrt.

Am Vormittag starteten die Proteste in den ersten Städten, im Laufe des Mittags wurden es immer mehr. Allein in Hamburg streiken nach Angaben der Polizei 30.000 Menschen für das Klima. Die Innenstadt wurde für den Verkehr gesperrt.

In Freiburg kamen trotz miesen Wetters 10.000 Leute zur Klima-Demo. Und auch in anderen Städten im Südwesten finden Demos statt, beispielweise in Koblenz, Konstanz und Mainz.

Unter dem Hashtag #fridaysforfuture kann man derweil auf Twitter beobachten, wo auf der ganzen Welt die Proteste schon gestartet sind. Bilder zeigen volle Straßen beispielsweise in Irlands Hauptstadt Dublin, in Österreich, Italien, Nigeria und im australischen Melbourne.

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Kritik vor allem am Klimapaket der Bundesregierung

Den Protestierenden geht es vor allem um die Politik, die müsse sich verändern. Luisa Neubauer, eine der Sprecherinnen der deutschen „Fridays for Future“, sagte der Rhein-Neckar-Zeitung: „Das politische Versagen ist dramatisch.“ Unter anderem fordert die Bewegung hier, sofort alle Subventionen für fossile Energie aus Kohle, Öl und Gas zu streichen. Außerdem müsse Deutschland bis 2035 komplett auf erneuerbare Energien wechseln.

Die Kritik richtet sich vor allem gegen das Klimapaket der Bundesregierung. „Mit business as usual und viel Pillepalle sind diese Maßnahmen nur eine weitere Folge in der Reihe des klimapolitischen Versagens der Groko“, lautete ein Statement des Netzwerks.

Gestern hatte die EU den Klimanotstand für Europa ausgerufen – rein symbolisch. Für „Fridays for Future“ ein schlechter Witz:

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Weltklimakonferenz beginnt am Montag in Madrid

Am 2. Dezember beginnt in Madrid die Weltklimakonferenz. „Fridays for Future“ werfen Deutschland vor, dann mit leeren Händen dazustehen. Ob Greta Thunberg pünktlich ankommen wird, ist fraglich. Bis gestern hatten sie und die Crew des Katamarans erst etwas mehr als ein Drittel geschafft. Trotzdem warb sie für die Demos:

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Jede und jeder werde beim Protest gebraucht, schrieb sie in einem weiteren Post. Alle seien willkommen. Schon jetzt hat sich laut Weltklimarat IPCC die Erde um ein Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit aufgeheizt. Die Folgen sind schon jetzt spürbar: Heftigere Stürme, mehr Regen und gleichzeitig mehr Dürre, mehr Hitzewellen und Wald- und Buschbrände.

No Nature No Future: Hunderttausende wollen am Freitag fürs Klima protestieren.; Foto: Markus Spiske/Unsplash.com

No Nature No Future: Hunderttausende wollen am Freitag fürs Klima protestieren.

Markus Spiske/Unsplash.com