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Fliegen im Weinglas, Nierensteine in der Achterbahn oder Spucke als Putzmittel – Wissenschaftler auf der ganzen Welt forschen unermüdlich an den Mysterien des Lebens. Die besonders skurrilen wurden and der Harvard-Universität ausgezeichnet.

Bereits zum 28. Mal wurden fand die schrille Preisverleihung an der US-Eliteuniversität Harvard statt. Ausgezeichnet wurden Studien, die „erst zum Lachen und dann zum Denken anregen“. Geld gibt es nicht – dafür umso mehr Spaß. Die Verleihung ist bekannt für ihr witziges Rahmenprogramm. Dazu gehörten dieses Mal auch Papierflieger, die das Publikum im Saal fliegen ließen.

Wie Forscher die Welt verändern

Ausgezeichnet wurde unter anderem eine Studie von Wissenschaftlern aus den USA, die sich mit Nierensteinen beschäftigten. Sie untersuchten, ob man durch Achterbahnfahren Nierensteine schneller ausscheidet. Forscher aus Deutschland untersuchten zusammen mit einem internationalen Team, ob man eine Fliege in einem Weinglas durch Riechen erkennen kann. Die Antwort: Ja, man kann, wenn es sich um eine weibliche Fruchtfliege handelt.

Mindestens genauso weltverändernd ist das Ergebnis, das Wissenschaftler aus Portugal in ihrer Chemie-Studie gewonnen haben: Sie untersuchten, wie gut sich menschliche Spucke als Putzmittel eignet. Sie stellten fest, es geht ziemlich gut – zumindest auf einigen Oberflächen.

Diese Studien wurden ausgezeichnet

ein Schimpanse beim Essen; Foto: dpa/picture alliance

Schimpansen und Menschen im Zoo – Wer macht hier eigentlich wen nach? Das haben sich Forscher aus Deutschland, Schweden, Rumänien, Dänemark, den Niederlanden, Großbritannien, Indonesien und Italien gefragt. Herausgefunden haben sie, dass Schimpansen ungefähr genauso oft Menschen nachahmen wie Menschen Schimpansen.

dpa/picture alliance

Auf ein Neues im nächsten Jahr

Das „ig-nobel“ im Namen der Auszeichnung bedeutet auf Deutsch übrigens „unwürdig“. Mit einem Augenzwinkern beendete Moderator Marc Abrahams, der Herausgeber der Zeitschrift zu kurioser Forschung, dann auch die Preisverleihung. Er sagte: „Wenn Sie dieses Jahr keinen Ig-Nobelpreis bekommen haben, und besonders dann, wenn Sie einen gewonnen haben: mehr Glück im nächsten Jahr!“

Autor
Mario Demuth
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SWR3