Zehn Wale sind am Montag in Indonesien gestrandet. Freiwillige Helfer kamen sofort zu ihrer Rettung – doch für vier Tiere kam jede Hilfe zu spät.

Die riesigen Körper der Pottwale liegen im seichten Wasser, nicht tief genug, um sie ganz zu bedecken. Um sie vor einem Sonnenbrand zu schützen, übergießen die Helfer die Tiere mit Wasser.

Helfer wollen die 50-Tonnen-Tiere zurück ins Meer ziehen

Größer aber ist die Gefahr, dass die zehn gestrandeten Wale an ihrem eigenen Körpergewicht sterben. Bis zu 50 Tonnen wiegt ein Pottwal. Im Wasser ist das kein Problem, an Land aber der sichere Tod.

Helfer retten Wale in Indonesien; Foto: dpa/picture alliance
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Die Helfer geben alles, sie nutzen Taue und Boote, um die riesigen Säugetiere zurück ins Meer zu ziehen. Einige verletzen sich dabei am Korallenriff und auch die Flut kommt ihnen in die Quere. Sapto Aji Prabowo von der Naturschutzbehörde des Landes wird nachher sagen: „Wir haben unser Bestes gegeben.“ Und wirklich: Sechs der zehn Tiere können die Menschen am Dienstag retten.

24-Stunden-Rettungsaktion

Die Tiere sind Montag am Ujong-Kareung-Strand in der indonesischen Provinz Aceh gestrandet. 24 Stunden dauerte die Rettungsaktion laut BBC.

Naturschützer Prabowo hat noch keine Antwort darauf, weshalb die Wale strandeten. Er wolle jetzt die Kadaver der vier gestorbenen Tiere untersuchen lassen. Zwei der Tiere sollen laut dpa aber verletzt gewesen sein, einer sei an Korallen hängengeblieben. Zwei weitere seien einfach zu schwach gewesen.

Warum stranden Wale?

Die Umweltschutzorganisation WWF vermutet hinter gestrandeten Walen häufig menschliche Einflüsse. Oft stört sie demnach der zunehmende Lärm in den Meeren, sie können sich nicht mehr orientieren und schwimmen statt auf ihren altbekannten Routen in flache Gewässer.

Indonesien besteht aus mehr als 17.000 kleinen und großen Inseln, jährlich stranden hier Wale.