Hund oder Schaf? Manchmal ist der Unterschied nicht leicht zu erkennen. In Rostock brauchte selbst die Polizei einen Tierarzt, um einen Mann zu entlarven, der seinen Hund als Schaf ausgab.

Das sei ein Schaf und kein Hund. Auf dieser Aussage beharrte ein Mann in Rostock – der anscheinend die fällige Hundesteuer sparen wollte. Zuerst war der Schaf-Hund – oder das Hunde-Schaf? – am Rostocker Hafen aufgefallen. Der Hafenvogt hatte den zotteligen Vierbeiner dort laut Meldung der Polizei am Donnerstag ohne Steuermarke herumlaufen sehen.

Heimtierpass für das angebliche Schaf

Hund; Foto: dpa/picture-alliance

Der Besitzer hatte seinen Hund als Schaf ausgegeben. Die Rasse hat aber höchstens Ähnlichkeit mit dem Woll-Tier.

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Als er den Besitzer des Hundes darauf ansprach, packte dieser die Schaf-Geschichte aus. Klar, dass der Hafenvogt erst mal von einem Scherz ausging. Aber nein, der Mann blieb dabei, er habe ein Schaf und keinen Hund und bräuchte deshalb auch keine Hundemarke von der Stadt. Der Hafenvogt benachrichtigte daraufhin die Polizei.

Diese suchte den Mann am nächsten Tag in seiner Wohnung auf, um ihn auf sein Schaf, pardon, seinen Hund anzusprechen. Auch gegenüber den Polizisten blieb der 35-jährige Besitzer aber bei seiner Version. Er legte den Beamten sogar einen Heimtierpass vor – für sein angebliches Schaf.

Ein „spanischer Wasserhund“ – und kein Wasserschaf

Schaf; Foto: dpa/picture-alliance

Zum Vergleich: Ein Schaf

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Und jetzt waren anscheinend auch die Polizisten verwirrt. War das jetzt vielleicht doch wirklich ein Schaf und kein Hund? Wer hatte nun recht? Eine Tierärztin musste kommen, um die Lage zu klären. Sie kam dann letztendlich zu den Schluss, dass da tatsächlich ein Hund in der Wohnung saß, und kein Schaf.

Es handelte sich bei dem Hund um einen Perro de Agua Español, einen „Spanischen Wasserhund“. Und da sagt ja nun mal schon der Name alles über das wuschelige Tier aus. Dem Besitzer drohen jetzt Steuernachzahlung und ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung.