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Mario Demuth
Mario Demuth, SWR3; Foto: SWR3
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Der Bundesrat fordert härtere Strafen für Gaffer. Dabei geht es vor allem um Fotos von Toten. Die Initiative dafür kam auch aus Baden-Württemberg.

Nach einem Unfall sind sogenannte Gaffer meist nicht weit weg. Vor zwei Jahren trat ein Gesetz in Kraft, durch das Gaffen zur Straftat wurde. Dieses hat aber eine entscheidende Lücke.

Bislang keine Strafe für Fotos von Toten

Bild von Einsatzkräften, die auf der Autobahn 5 Autofahrer in der Gegenrichtung zu schnellerem Vorbeifahren an einer Unfallstelle zu bewegen.; Foto: picture alliance/Rene Priebe/dpa

Passiert ein Unfall, staut sich oft auch in der Gegenrichtung der Verkehr. Der Grund: Neugier.

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Der Bundesrat fordert nun Nachbesserung. Konkret geht es um das Filmen und Fotografieren von Toten. Dazu gibt es im aktuellen Gesetz keine Strafen. Das Film- und Fotoverbot gilt bisher nur für verletzte Menschen. Von ihnen dürfen keine bloßstellenden Aufnahmen gemacht werden.

Den Antrag zur Gesetzesverschärfung hatten Niedersachsen und Baden-Württemberg eingereicht. „Diese erschreckende Trophäenjagd kennt keine Pietät, keinen Respekt vor den Toten mehr“, sagte Baden-Württembergs Justizminister Guido Wolf (CDU).

Union und SPD: Änderung kommt

Bundestagsabgeordnete aus Union und SPD äußerten sich in Berlin zustimmend. Eine entsprechende Änderung sei in dieser Legislaturperiode geplant, hieß es.

Was bedeutet der Gaffer-Beschluss im Bundesrat?; Foto: ARD

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