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Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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Sprengstoffexperten haben am Sonntagnachmittag eine 500 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe entschärft. Das Gebiet um den Fundort musste zuvor evakuiert werden. Das Frankfurter Ostend glich einer Geisterstadt.

Familie im Frankfurter Ostend; Foto: picture alliance/Boris Roessler/dpa

Eine Familie verlässt am Morgen das Frankfurter Ostend

picture alliance/Boris Roessler/dpa

Schon seit Samstagmorgen wurden die Anwohner im Frankfurter Ostend aus ihren Wohnungen gebracht. Die ersten, die die Gegend um die Europäische Zentralbank (EZB) verlassen mussten, waren Bewohner eines Pflegeheims: Helfer brachten unter anderem 25 Wachkomapatienten in andere Heime und Krankenhäuser.

Am Sonntagmorgen um 8:00 Uhr war die Evakuierung des Ostends und von Teilen von Sachsenhausen abgeschlossen – nur ein paar einzelne Jogger und Radfahrer waren noch in der Sperrzone unterwegs. Die eigentliche Entschärfung begann am Mittag. Gegen 15:30 Uhr kam dann die Entwarnung:

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Entschärfung sollte vier Stunden dauern

Bombenentschärfer; Foto: picture alliance/Boris Roessler/dpa

Hat den schwierigsten Job: Bombenentschärfer Rene Bennert

picture alliance/Boris Roessler/dpa

Den schwierigsten Job hatte sicherlich Rene Bennert vom Kampfmittelräumdienst. Er hat die Bombe in einer Baugrube zusammen mit einem Kollegen entschärft: „Wir haben dafür etwa vier Stunden eingeplant“, sagte er vorher. Letztlich ging es dann doch schneller. Die Sprengstoffexperten brauchten nur knapp zwei Stunden.

Das Schwierigste dabei war, den Zünder nicht auszulösen. Keine einfache Aufgabe, denn er war ziemlich stark deformiert, sagte Bennert.

Amerikanische 500-Kilo-Fliegerbombe

Bei dem Sprengkörper handelt es sich um eine amerikanische Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg. Sie wiegt etwa 500 Kilo und wurde im Juni bei Bauarbeiten in der Nähe der EZB-Zentrale gefunden. Vor der Bombe ging nach Expertenmeinung keine unmittelbare Gefahr aus. Deswegen wurde sie damals nicht sofort entschärft.

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