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Laura Bisch
Laura Bisch, SWR3; Foto: SWR3
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Das Gute an ungeliebtem Besuch ist, dass er irgendwann wieder geht. So auch Orkan „Sabine“. Zurück bleiben jede Menge Schäden und alle Hände voll zu tun, um die Schäden zu beseitigen.

Zum Abschied aus Deutschland hat das Sturmtief den Einsatzkräften nochmal jede Menge Arbeit hinterlassen. Auch in der Nacht zum Dienstag mussten Polizei und Feuerwehren zu vielen Einsätzen wegen umgestürzter Bäume ausrücken.

Jetzt zieht das Sturmtief aber weiter Richtung Italien und der Wind bei uns lässt nach. Im Bahnverkehr gab es nicht mehr so viele Probleme wie in der Nacht auf Montag: „Es normalisiert sich immer weiter“, sagt ein Sprecher der Deutschen Bahn. Mittlerweile ist zum Beispiel die Schnellstrecke Frankfurt-Köln wieder befahrbar – am Bahnhof Limburg hatte der Sturm die Überdachung zerstört.

Für weitere Infos hat die Bahn eine kostenfreie Hotline eingerichtet, die unter der Nummer 08000 99 66 33 zu erreichen ist. Bereits gekaufte Tickets können innerhalb der nächsten Woche flexibel genutzt werden, auch wenn sie zuggebunden sind.

Millionenschaden in Baden-Württemberg

Orkan „Sabine“ über Deutschland; Foto: picture alliance/Swen Pförtner/dpa

Hier und da sind immer noch Straßen gesperrt

picture alliance/Swen Pförtner/dpa

Die Behörden in Baden-Württemberg haben eine erste Bilanz gezogen: 17 Menschen wurden durch den Sturm verletzt, acht von ihnen schwer. Die Polizei musste landesweit zu 2.400 Einsätzen ausrücken, der Schaden liegt nach ersten Schätzungen bei zwei Millionen Euro.

Aus Rheinland-Pfalz gibt es dagegen noch keine Bilanz. Weil es immer noch Sturmböen geben kann, sei es noch zu gefährlich in die Wälder zu gehen und die Schäden aufzunehmen, teilte die Zentralstelle der Forstverwaltung mit.

Verletzte im Saarland

Orkan „Sabine“ über Deutschland; Foto: picture alliance/Patrick Seeger/dpa

In Freiburg stürzte ein Baugerüst um.

picture alliance/Patrick Seeger/dpa

In Saarbrücken wurden am Montag zwei Fußgänger durch einen umstürzenden Baum schwer verletzt – einer schwebt immer noch in Lebensgefahr.

Rund um Kaiserslautern waren Straßen gesperrt, weil Bäume die Fahrbahn blockieren. Die Polizei und die Feuerwehren in Rheinland-Pfalz und im Saarland waren im Dauereinsatz. 400 Einsätze seien es allein am Sonntag gewesen, teilte die Polizei im Saarland mit.

Höchste Warnstufe im Schwarzwald

Für große Teile von Deutschland hatte der DWD die zweithöchste Unwetterstufe herausgegeben. In einigen Regionen des Schwarzwaldes galt zwischenzeitlich sogar die höchste der vier Warnstufen. Am Feldberg standen deswegen die Lifte still: „Am Montag werden aufgrund des Sturmtiefs alle Lifte geschlossen bleiben“, twitterte der Liftverbund Feldberg. Ob die Lifte am Dienstag wieder in den Betrieb gehen, ist derzeit noch nicht klar.

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Flugzeug überquert Atlantik in Rekordzeit

Die Wetterlage sorgte trotz all der Ausfälle auch für einen neuen Rekord: Angetrieben durch den Sturm „Sabine“ schaffte ein Flugzeug der British Airways es in vier Stunden und 56 Minuten von New York nach London Heathrow. Das berichtet das Portal Flightradar24. Die durchschnittliche Reisedauer auf der Strecke über den Atlantik beträgt mit einer Boeing 747 normalerweise sechs Stunden und 13 Minuten.

Schneller als die British-Airways-Maschine war bisher nur die Concorde. Der Überschalljet schaffte diese Strecke 1996 in unter drei Stunden. Der Betrieb der Concorde wurde 2003 eingestellt.

Autor
Laura Bisch
Autor
Björn Widmann
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SWR3