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Das neue Terminservice-Gesetz verspricht mehr Arzttermine für Patienten. Allerdings geht das den Kritikern nicht weit genug.

Nun soll mit den monatelangen Wartezeiten auf einen Arzttermin Schluss sein. Das sogenannte Terminservice- und Versorgungsgesetz soll die Terminvergabe vereinfachen.

Ärzte sollen mehr Sprechstunden anbieten

Das Gesetz legt fest, dass die Anzahl der wöchentlichen Sprechstunden von 20 auf mindestens 25 Stunden erhöht werden muss. Außerdem sollen Fachmediziner - wie Augen-, Frauen- und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte - mindestens fünf offene Sprechstunden für Patienten ohne Termin anbieten.

Auf Twitter erklärt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) was sich außerdem ändert:

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Mehr Geld für Ärzte

Für Ärzte ist durch das neue Gesetz eine bessere Entlohnung vorgesehen. Auf dem Land sollen sie unter anderem mit höheren Zuschlägen honoriert werden, um die dortige Versorgung zu verbessern. Zudem werden die Servicestellen zur Vermittlung von Terminen ausgeweitet. Spätestens ab 2020 sollen sie rund um die Uhr erreichbar sein.

Kritik aus der Opposition

Verbände und die Opposition bemängeln, dass niedergelassene Ärzte schon heute im Schnitt mehr Sprechstunden in der Woche anbieten, als es die neue Mindestzahl von 25 Stunden vorsieht. Gleichzeitig verlangen die Kritiker vor allem weniger Belastungen der Ärzte durch Bürokratie.

Die Skeptiker fordern eine einheitliche Versicherung, in die alle einzahlen, um eine „Zwei-Klassen-Medizin“ zu überwinden. Krankenkassen befürchten durch die Reform Ausgabensteigerungen.