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Am Mittwoch begann die zweitägige vierte Islamkonferenz in Berlin. Geleitet wurde die Konferenz von Innenminister Horst Seehofer. Unüberlegt war das Buffet, denn: Es wurde Schweinefleisch serviert. Nicht sehr halal-freundlich.

Bei der Islamkonferenz sollten vor allem „alltagspraktische Fragen des Zusammenlebens“ behandelt werden. Zu dem Treffen wurden deutsche Islamverbände und muslimische Vertreter eingeladen. Beim Auftakt sagte der Innenminister, dass er sich einen „deutschen Islam“ und ein gutes Miteinander wünsche.

Und dann das: Blutwurst! Die Zutaten: Speck, Schweineblut und Schweinefleisch – sollte dies den „deutschen Islam“ zeigen?

Problem: Schweinefleisch

Die Konferenz wurde hauptsächlich von Muslima und Muslimen besucht. Und diesen ist es religiös verboten Schweinefleisch zu essen, denn: der Koran gibt eindeutige Regeln vor.

Demnach sind bestimmte Produkte verboten. Zu den verbotenen Lebensmitteln gehört Schweinefleisch. Auch das Fleisch anderer Tiere, die nicht nach den islamischen Regeln geschlachtet wurden, ist verboten.

Alle erlaubten Fleischprodukte tragen in türkischen Supermärkten ein „Halal“-Siegel.

Große Welle auf Twitter

Ein verärgerte türkischer Journalist, Tuncay Özdamar, teilte in einem Tweet seine Verärgerung über das Buffet mit:

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Er selbst sei nicht religiös und würde auch Schweinefleisch essen – aber die Blutwurst würde nicht gerade von großem Respekt vor Muslimen zeigen. Der Journalist löste damit eine Debatte aus. Viele User reagierten auf den Tweet mit Unverständnis:

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Islam gehört nicht zu „Blutwurst-Deutschland“?

Ein Versehen könnten die gereichten Häppchen wohl kaum sein, denn: Die Islam-Konferenz wird seit 2006 abgehalten. Bereits damals wurde den Gästen Schweinefleisch in Form von Schinkenhäppchen gereicht.