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Lena Seiferlin
Lena Seiferlin, SWR3; Foto: SWR3
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Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, will das Land Nordrhein-Westfalen Bußgelder verhängen. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss nun zahlen.

Wie in fast ganz Deutschland sind auch in Nordrhein-Westfalen Treffen draußen nur noch zu zweit erlaubt. Das soll die Ausbreitung des Coronavirus zumindest verlangsamen. Wer gegen das Versammlungsverbot von drei und mehr Menschen (außer mit Leuten aus dem eigenen Hausstand) verstößt, muss jetzt zahlen.

250 Euro Strafe für Picknicken oder Grillen

200 Euro pro Person werden bei so einem Treffen fällig. Verbotenes Picknicken oder Grillen kostet 250 Euro – pro Person. Wer trotz Verbots Sportveranstaltungen organisiert, zahlt sogar 1.000 Euro. Und der Verzehr von Außer-Haus-Essen näher als 50 Meter am Restaurant oder Imbiss kostet 200 Euro.

Mehr zu dem, was noch erlaubt ist und was nicht

Zusätzliche Bußgelder sind laut dpa auch gegen Unternehmen möglich, die von Verstößen anderer profitieren. Teuer werden auch Hygieneverstöße oder Verstöße gegen das Besuchsverbot in Einrichtungen wie etwa Altenheimen.

Laschet: Es geht um Leben und Tod

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte zu den aktuellen Maßnahmen und dem Bußgeldkatalog:

Die Lage ist ernst. Es geht um Leben und Tod. Das strenge Kontaktverbot wird sicher helfen, das Ansteckungsrisiko schnell zu reduzieren.

Laschet betonte auch: „Die allermeisten Menschen halten sich zum Glück an die Regeln und zeigen sich solidarisch. Wir müssen nicht die Vernünftigen überwachen, sondern die Unvernünftigen bestrafen. Und zwar konsequent und hart. Die Signale müssen ankommen.“