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Schon wenige Minuten nach dem Start verschwand ein Passagierjet der kasachischen Airline Bek Air vom Radar – er stürzte ab und dann in ein Wohnhaus. Mindestens 12 der 98 Menschen an Bord kamen ums Leben.

Die Maschine vom Typ Fokker 100 war auf dem Weg von Almaty zur Hauptstadt Kasachstans, Nur-Sultan (früher Astana). Schon kurz nach dem Start habe das Flugzeug an Höhe verloren, berichteten Augenzeugen.

Es durchbrach beim Absturz nordöstlich des Flughafens von Almaty schließlich eine Betonmauer und krachte in ein Wohnhaus. Das Gebäude soll eine Baustelle und leer gewesen sein, berichteten regionale Medien. Über Opfer am Boden war zunächst nichts bekannt

Fast ein Wunder: die Mehrheit der Passagiere überlebt

Die Behörden teilten zunächst mit, bei dem Absturz seien 15 Menschen ums Leben gekommen, korrigierten die Zahl dann aber nach unten. Unter den 12 Toten ist auch der Pilot des Passagierjets.

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Stundenlange Unklarheit über Opferzahlen

Von den Behörden der Ex-Sowjetrepublik an der Grenze zu China gab es über Stunden widersprüchliche Informationen zur Zahl der Toten und Verletzten. Die Angaben zu den Verletzten schwankten zwischen 49 und über 60. Sie sollen schwere Gehirnerschütterungen und Knochenbrüche erlitten haben, einige schweben offenbar noch in Lebensgefahr.

Die Gesundheitsbehörden riefen die Menschen zu Blutspenden auf, nach Medienberichten sollen sich daher teils lange Warteschlangen von willigen Spendern gebildet haben.

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Ein Geschäftsmann, der bei dem Unglück in der Maschine gesessen hatte, veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite ein Foto seines Sitzplatzes in dem Flugzeug – direkt neben der Stelle, an der die Maschine beim Absturz in zwei Teile zerbrach. Er schrieb dazu: „Dank Allah bin ich am Leben und wohlauf".

Ursache des Unglücks noch unklar

Der stellvertretende Ministerpräsident Roman Skljar sagte, dass eine Sonderkommission die Unglücksursache aufklären werde. Die Flugschreiber wurden demnach gesichert und würden ausgewertet. Die Ermittler prüften zwei Szenarien, die zu dem Unfall geführt haben könnten: einen Pilotenfehler oder technisches Versagen.

Für den 28.12. ist wegen des Unglücks ein nationaler Trauertag angesetzt worden.

Bek Air darf vorerst nicht weiterfliegen

Alle Flüge von Bek Air und Flugzeugen vom Typ Fokker 100 wurden für die Dauer der Untersuchung der Unglücksursache eingestellt, wie die kasachischen Behörden mitteilten.