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Vanessa Valkovic
Vanessa Valkovic, SWR3; Foto: SWR
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Klimagerechtes Bauen und Sanieren könnte laut der Deutschen Umwelthilfe viel für den Klimaschutz bringen. Sie fordert gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund: Es muss mehr passieren.

Der Deutsche Mieterbund und die Deutsche Umwelthilfe tun sich zusammen – sie fordern gemeinsam, klimafreundliches und sozialverträgliches Wohnen. Beim Klimaschutz sei der Gebäudebereich weiterhin „eine Randnotiz“, sagte Barbara Metz, stellvertretende Geschäftsführerin der Umwelthilfe (DUH). Die Bundesregierung habe bislang kein Gesamtkonzept.

Zehn-Punkte-Plan für klimagerechte Gebäude

Deshalb haben die Organisationen einen gemeinsamen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt. Laut Mieterbund und Umwelthilfe würden weiterhin neue Wohnungen gebaut, die nicht mit dem Ziel eines klimaneutralen Gebäudestandes bis 2050 vereinbar seien. Deshalb müssten die heute gebauten Gebäude bis 2050 auf jeden Fall saniert werden. Ulrich Ropertz, Geschäftsführer des Mieterbundes (DMB), sagt dazu:

Das kommt den Mieter teurer zu stehen, als wenn man heute schon effizient bauen würde.

Der Zehn-Punkte-Plan beinhaltet auch, dass das staatliche Förderbudget für Sanierungen auf bis zu 25 Milliarden Euro pro Jahr erhöht werden. Bisher sind es vier Milliarden jährlich. Die Zuschüsse sollten nur noch für hochwertige Klimasanierungen gelten.

13,6 Prozent der Treibhausgase für Gebäudebereich

Außerdem solle die Modernisierungsumlage gesenkt werden, um die finanzielle Last für Mieterinnen und Mieter zu mindern. Die Kosten müssten zwischen Staat, Mieter und Vermieter aufgeteilt werden.

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Bessere Dämmung, dichtere Fenster oder neue Heizungen spielen auch im Klimapaket der Bundesregierung eine Rolle. Ab 2026 sollen Ölheizungen nicht mehr eingebaut werden dürfen. Umwelthilfe und Mieterbund wollen den sofortigen Einbaustopp.

Der Gebäudebereich war im Jahr 2018 für rund 13,6 Prozent der Treibhausgase in Deutschland verantwortlich.