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Strom sparen ist klimafreundlich. So weit, so klar. Dass man auch bei E-Mails Strom sparen kann, ist wohl den meisten nicht bewusst. Wir erklären, was es damit auf sich hat.

Nein, hier geht es nicht um einen Appell, den Computer oder das Smartphone aus zu lassen und so Strom zu sparen. Aber wer hätte es gewusst? Eine E-Mail zu verschicken, verursacht zehn Gramm CO2. Und man verschickt ja nicht nur eine Mail: Im Schnitt bekommt jeder Angestellte pro Tag 55 E-Mails und sendet selbst 33.

Alles wird irgendwo gespeichert

Dabei entsteht so viel CO2, wie wenn ein Angestellter elf Kilometer Auto gefahren wäre. Denn alle Mails, alle Fotos, ja selbst jedes Like, das ich mal anklicke wird irgendwo gespeichert. Meist auf Servern in anonymen Rechenzentren. 45 Milliarden Rechner gibt es davon – weltweit. Schließlich hat jeder von uns mindestens einen PC zu Hause, einen im Büro und ein Smartphone.

Ein Computer-Server mit Kabeln; Foto: dpa/picture-alliance

Auf großen Servern schlummern unendlich viele alte E-Mails – und kosten diese Server Strom.

dpa/picture-alliance

Wäre das Internet ein Land, dann wäre es der weltweit drittgrößte Stromverbraucher nach China und den USA – und somit auch der drittgrößte CO2-Erzeuger. Und jede E-Mail treibt die Bilanz nach oben. Aber: Ein Brief, der klassisch geschrieben und mit der Post verschickt wird, verursacht im Schnitt 20 Gramm CO2 – also doppelt so viel. Allerdings werden viel mehr Mails als Briefe geschrieben, eben weil es so einfach ist und so schnell geht.

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Alte E-Mails löschen

Klar: Es gibt sicher größere Einsparmöglichkeiten – beim Autofahren, beim Einkaufen von regionalen Produkten. Oder auch, wenn man zuverlässig den Rechner runterfährt und die Lichter im Büro nicht über Nacht an lässt. Dennoch lässt sich bei den E-Mails durchaus Energie sparen. Nicht wegen jeder Kleinigkeit gleich lostippen, sondern mehrere Infos in einer E-Mail zusammenfassen und Dinge, die man persönlich besprechen kann, eben so klären. Und Mails, die man nicht mehr braucht, löschen.

Denn Milliarden längst vergessene Mails lagern weltweit auf Servern und verbrauchen unnütz Strom – also weg damit. Das funktioniert aber nur, wenn man auch den Papierkorb regelmäßig löscht. Und, nicht jedes Foto, dass man gerade vom Essen beim Italiener gemacht hat gleich an die ganze WhatsApp-Gruppe verschicken und wenn, dann nur in niedriger Auflösung. Aber eigentlich weiß doch sowieso jeder, wie Vitello tonnato aussieht, oder?