Am dritten Verhandlungstag zum Mord an einer Freiburger Studentin haben Zeugen ausgesagt. Es ging vor allem darum, ob Hussein K. zum Tatzeitpunkt betrunken gewesen ist.

Ausgesagt haben Zeugen, die den angeklagten Hussein K. vor der Tat in einer Bar gesehen hatten. Drei Barkeeper und eine Frau, die Gast in der Kneipe war, sagten übereinstimmend, dass K. ihrem Eindruck nach nicht betrunken gewesen sei.

„Er hat uns die ganze Zeit angestarrt und kam dann sehr nahe. Er war unglaublich aufdringlich und penetrant“, sagte eine Zeugin vor Gericht, die an dem Abend mit einer weiteren Frau Gast in dem Lokal war.

Zwischen ein und zwei Uhr in der Nacht habe Hussein K. die Bar verlassen, so die Barkeeper.

Verminderte Schuldunfähigkeit?

Der Angeklagte hatte am zweiten Verhandlungstag erklärt, er habe sehr viel Alkohol getrunken und sei ziemlich betrunken gewesen. Für die Bewertung des Verbrechens ist wichtig, wie stark berauscht er war. Das Gericht muss prüfen, ob möglicherweise eine verminderte Schuldfähigkeit zum Tatzeitpunkt vorlag.

In dem Prozess vor der Jugendkammer sollen weitere Zeugen sowie zehn Sachverständige gehört werden. Dabei steht auch die Frage im Fokus, wie alt Hussein K. tatsächlich ist. Vom Alter ist abhängig, ob für ihn Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht gilt.