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Hans Liedtke
Hans Liedtke, SWR3; Foto: SWR3
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In weiten Teilen der USA herrscht eine gefährliche Kältewelle. Einige Bundesstaaten riefen wegen der niedrigen Temperaturen bereits den Katastrophenfall aus. Der Wetterdienst rät: „Tiefe Atemzüge vermeiden“.

Millionen Menschen im Mittleren Westen der USA müssen sich auf eine extreme Kältewelle mit Temperaturen von minus 34 Grad Celsius und weniger. Der Nationale Wetterdienst (NWS) warnte vor „lebensbedrohlichen, arktischen Winden“ und gefühlten Temperaturen von rund minus 45 Grad Celsius.

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„Dies sind sehr gefährliche Bedingungen, die in weniger als fünf Minuten zu Erfrierungen auf ungeschützter Haut führen können“, sagte das NWS-Büro in Minneapolis. Im Bundesstaat Iowa empfiehlt die zuständige NWS-Zweigstelle Bürgern, „tiefe Atemzüge“ zu vermeiden und so wenig zu sprechen wie möglich: „Das hier ist die kälteste Luft, die viele von uns jemals erlebt haben“, hieß es in ihrem Wetterbericht.

Mehr als 2.700 Flüge gestrichen

Verantwortlich für die „arktische Kälte“ ist der sogenannte Polarwirbel, ein Band kalter Westwinde, das normalerweise über dem Nordpol kreist. Wird der Wirbel geschwächt, kann die Luft in niedrigere Breiten entweichen.

Bis Mittwoch seien wegen der Kälte auf diversen Flughäfen mehr als 2.700 Flüge gestrichen worden, berichtete der Sender CNN. Besonders betroffen sei Chicago.

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US-Postdienst teilweise eingestellt

Angesichts des Frosts müssen selbst die wettergeprüften Zusteller des US-Postdienstes vielerorts kapitulieren. Der USPS teilte mit, der Dienst werde in Iowa, Minnesota sowie in Teilen Wisconsins und Illinois' eingestellt. In vielen Bundesstaaten bleiben zudem Schulen und einige Universitäten geschlossen.

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Katastrophenfall in Illinois und Wisconsin

In Illinois rief Gouverneur J.B. Pritzker den Katastrophenfall aus. „Das kalte Wetter, das sich zwischen Dienstagabend und Donnerstagmorgen auf den Weg zu uns macht, könnte uns Temperaturen bringen, die wir vorher noch nicht erlebt haben. Sie stellen eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit der Menschen im ganzen Staat dar“, schrieb Pritzker.

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Auch der Gouverneur von Wisconsin, Tony Evers, erklärte den Katastrophenfall.

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Mindestens zwei Todesfälle werden der extremen Kälte zugeschrieben: In Milwaukee wurde am Dienstag ein 55-Jähriger tot aufgefunden. Wie CNN berichtete, hatte er vor seiner Garage Schnee weggeschaufelt. In Rochester (US-Bundesstaat Minnesota) sei am Sonntag ein 22-Jähriger gestorben. Der Mann habe keine Schlüssel dabeigehabt und sei daher nicht in das Haus gekommen.