Stand:

Die Bundesregierung stellte den neuen Ernährungsreport vor. Landwirtschaftsministerin Klöckner will, dass Hersteller von Fertigprodukten freiwillig gesünderes Essen anbieten. Kritiker befürchten, dass das nicht gelingt.

Abwechslungsreich soll es für die Deutschen sein laut aktuellem Ernährungsreports der Bundesregierung verzichten immer mehr Deutsche auf Fleisch. 28 Prozent gaben an, jeden Tag Wurst oder Fleisch zu essen. Nur sechs Prozent bezeichneten sich aber selbst als Vegetarier.

Befragt wurden für den Ernährungsreport im Oktober etwa 1.000 Deutsche ab 14 Jahren. Fast alle (99 Prozent) sagen demnach, dass Essen für sie vor allem gut schmecken und gut für die Gesundheit (91 Prozent) sein soll. Bei 71 Prozent stehen Obst und Gemüse täglich auf dem Speiseplan.

Deutsche ernähren sich bewusster

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sagte, die Umfrage zeige, dass sich die Deutschen immer bewusster ernähren. „71 Prozent ist es wichtig, dass Fertigprodukte weniger Zucker enthalten“, so die Ministerin. Sie hatte im Herbst eine Vereinbarung zur Reduktion von Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten unterzeichnet.

Kritiker: Köckner habe „wirtschaftliche Interessen“

Die Organisation Foodwatch kritisierte, Klöckner verteidige "wirtschaftliche Interessen gegen Anliegen des Verbraucherschutzes, wenn sie allein auf freiwillige Maßnahmen setzt".

Auch die Deutsche Diabetes-Gesellschaft sagte, alle Maßnahmen, den Salz-, Zucker- oder Fettgehalt in ungesunden Lebensmitteln zu reduzieren, seien bisher ins Leere gelaufen, weil sie auf Freiwilligkeit basierten.