Sie sind die unrühmlichen Stars der Sea-World-Freizeitparks in den USA: Orcas - auch Killerwale genannt. Über die Haltung der Tiere in Gefangenschaft wird allerdings viel diskutiert. Jetzt wurde dort das letzte Wal-Baby geboren.

Vor rund einem Jahr entschieden die Macher der Sea-World-Parks, dass sie keine Schwertwale mehr züchten werden. Doch da war eines der Tiere schon schwanger. Jetzt hat Orca-Mama Takara ihr letztes Baby auf die Welt gebracht.

Die Geburt war am Mittwoch. Nach Angaben des Parks geht es Mutter und Kind gut. Beide würden ruhig nebeneinander im Becken schwimmen.

Empfängnisverhütung bei Orcas

Killerwale Takara mit dem neugeborenen Baby; Foto: dpa/picture-alliance

Killerwale Takara mit dem neugeborenen Baby

dpa/picture-alliance

Einen Namen hat der kleine Orca noch nicht. Auch das Geschlecht ist nicht bekannt. Doch eins steht fest: Es ist definitiv der letzte Schwertwal, der in einem Sea-World-Park geboren wurde. In Zukunft soll weiterer Nachwuchs durch Empfängnisverhütung und „soziale Kontrolle“ verhindert werden.

Tiere bleiben im Park

Tierschützer hatten sich dafür eingesetzt, dass in den drei Sea-World-Themenparks in den USA künftig keine Wale mehr gezüchtet werden. In San Antonio, Orlando und San Diego leben insgesamt 23 Orcas. Sie müssen auch weiterhin in Gefangenschaft bleiben. Laut Sea World ist es nicht möglich, die Tiere in die Freiheit zu entlassen, weil die Wale im Meer nicht überlebensfähig wären.

Bis 2019 soll allerdings das Unterhaltungsprogramm mit den Tieren beendet werden. Wie es dann weitergeht, ist noch nicht ganz klar. Sea World sagt, dass sie neue und natürliche Begegnungen mit den Orcas ermöglichen wollen.

Viele Wale in Gefangenschaft

Sea World steht seit Jahren in der Kritik. Für viel Aufregung hatte der Film „Blackfish“ gesorgt. Der zeigt einen Blick hinter die Kulissen des Themenparks. Es geht um den Killerwal Tilikum, der bei den Shows auftreten musste. Der Wal wurde vor allem bekannt, weil er eine Tiertrainerin getötet hatte.

Trotz der massiven Kritik gibt es außer Sea World noch weitere Parks, die Schwertwale halten – zum Beispiel in Spanien, Frankreich und Japan.