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24 Polizei-Drohnen kommen in Rheinland-Pfalz künftig zum Einsatz – bei Großveranstaltungen oder zur Unterstützung von Spezialeinheiten. Innenminister Lewentz hat keinerlei Bedenken in Sachen möglicher Überwachung.

Auch wenn Drohnen eingesetzt würden, sehe er keine Gefahr einer Rund-um-Überwachung, so der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD). Im SWR-Interview sagte Lewentz: „Wir spionieren ja keine einzelnen Bürger aus. Wir schauen uns aus der Luft sich möglicherweise aufbauende Situationen an und das ist ganz im Interesse von Menschen, die sicher zu einer Veranstaltung gehen wollen.“

Außerdem würden die Drohnen-Lenker sehr intensiv ausgebildet, sagte Lewentz, gerade auch in rechtlichen Fragen und was eben nicht gehe.

Hier kommen die Drohnen zum Einsatz

Neben der Sicherung von Großveranstaltungen wie dem Tag der deutschen Einheit, dem Rheinland-Pfalz-Tag oder auch Weihnachtsmärkten gebe es ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Unterstützung der Polizei, so Lewentz.

Weitere Einsatzmöglichkeiten seien beispielsweise die dreidimensionale Dokumentation von Tatorten sowie die unterstützende Aufklärung bei Spezialkräfte-Einsätzen, bei denen die Drohnen „quasi um die Ecke schauend“ mit dabei seien. Die rheinland-pfälzische Polizei besitzt derzeit insgesamt 24 Drohnen. Damit habe man eine gute Basis-Ausstattung, sagte Lewentz, bei Bedarf würden aber noch mehr angeschafft.

Kritik am Einsatz von Drohnen

Kritiker von Drohneneinsätzen bei der Polizei warnen vor allzu niedrigen Hürden einer heimlichen Überwachung. Und Datenschützer warnen davor, dass massenhaft persönliche Daten aus den Überwachungsflügen gespeichert werden könnten.

Laut einer Studie zur Akzeptanz unbemannter Luftfahrzeuge, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit dem Institut für angewandte Sozialforschung (infas) erstellt hat, steht die Bevölkerung Drohnen generell eher negativ gegenüber.