Stand:

Nach einer langen und aufwändigen Reise sind die zwei Beluga-Wale in Island angekommen. Little White und Little Gey dürfen dort im weltweit ersten Freiwasserreservat für Belugas leben – vorher waren sie in Gefangenschaft in einem Meerwasseraquarium in China.

Nach zwölf Stunden Flug sind die Belugas wohlbehalten auf dem Flughafen Keflavik in Island gelandet. Jetzt sind die Tiere auf dem Weg zum weltweit ersten Schutzgebiet für Beluga-Wale vor der Insel Heimaey (Westmännerinseln) im Süden Islands. In einer 32.000 Quadratmeter großen Bucht sollen sie in einer natürlichen Umgebung leben können, teilte die Umweltschutz-Organisation Sea Life Trust mit.

Du hast DNT aktiviert. Wir stellen die Verbindung zu Twitter erst her, wenn du dies erlaubst. Die Einwilligung ist freiwillig und gilt nur temporär. Mehr dazu findest du in unseren Datenschutzhinweisen.
Den Beitrag bei Twitter ansehen.

Raus aus Gefangenschaft und Schluss mit Unterhaltungsshows

Die beiden Wale aus dem Changfeng Ocean World in Shanghai verbrachten die meiste Zeit ihres Lebens in Gefangenschaft. Sie mussten auch in Unterhaltungsshows mitmachen.

Tierschützer kritisieren seit Jahren die Haltung von Walen und Delfinen als „Attraktionen“ in Meerwasseraquarien oder Delfinarien.

Mit der Ankunft der beiden Belugas Little White und Little Grey in Island fiel der Startschuss für das Freiwasserreservat. Es soll künftig weitere Belugas aufnehmen, die in Gefangenschaft leben mussten.

Little Grey und Little White wurden in Wasser-Tanks transportiert

Der Transport der beiden Wale von China nach Island war ziemlich aufwändig und über Monate genauestens geplant. Für den Flug standen spezielle Container und ein Frachtflieger der luxemburgischen Airline Cargolux bereit.

Flugzeug, mit dem die Belugas transportiert werden; Foto: picture alliance / empics

In diesem Flugzeug fliegen die Belugas nach Island

picture alliance / empics

Jeder der Wale hatte einen eigenen Tank für den Transport – ungefähr 5,50 Meter lang, 3,20 Meter breit und rund zwei Meter hoch. Damit die Wale nicht mit ihrem kompletten Gewicht in die Gurte drückten, wurden die Tanks mit Wasser gefüllt. Die Tiere schwebten quasi während des Flugs in den Wasser-Tanks.

Und weil sich die Druckverhältnisse je nach Flughöhe ändern, wurde das Wasserlevel bei Start, Landung und Flug jeweils angepasst.

Während des Flugs bekamen Little White und Little Grey nichts zu Essen. Die Wale wurden während der letzten Wochen so gut gefüttert, dass sie sich Fettreserven anlegen konnten – einerseits um den Flug gut zu überstehen, andererseits um auf die niedrigen Wassertemperaturen in Island vorbereitet zu sein.