Stand:

Im Zoo von Khartum (Sudan) kämpft ein Löwenrudel gegen den Hungertod. Eine Löwin ist bereits an Unterernährung gestorben. Das hat die Zooleitung mitgeteilt.

Die beiden noch lebenden Löwinnen und zwei Löwen im Zoo der sudanesischen Hauptstadt Khartum leiden unter der seit Monaten andauernden Mangelernährung. Laut dem Zoodirektor ist die Tierschutzabteilung der Polizei für die Versorgung der Tiere zuständig. Seit vier Monaten würde aber nicht genug Fleisch für die Tiere geliefert.

Würmer im Körper und Herzattacke

Die mangelnde Ernährung hat bei den Löwen inzwischen auch andere Krankheiten ausgelöst. Die verstorbene Löwin hatte Würmer im Verdauungssystem. Todesursache soll aber eine Herzattacke gewesen sein, nachdem sie nach monatelangem Hunger plötzlich doch wieder Fleisch bekommen hat.

Nachdem in den sozialen Medien Bilder der ausgemergelten Tiere aufgetaucht sind, haben Tierfreunde angefangen Nahrung zu bringen. Auch die zuständige Polizeibehörde soll dann mit Futter reagiert haben. Unter dem Hashtag #Sudananimalrescue läuft eine Kampagne, um die Tiere zu retten.

Du hast DNT aktiviert. Wir stellen die Verbindung zu Twitter erst her, wenn du dies erlaubst. Die Einwilligung ist freiwillig und gilt nur temporär. Mehr dazu findest du in unseren Datenschutzhinweisen.
Den Beitrag bei Twitter ansehen.

Unruhige Zeiten im Sudan

Der Sudan befindet sich gerade in einem politischen Umbruch. Im vergangenen April wurde der Langzeitherrscher Omar al-Baschir nach fast 30 Jahren abgesetzt. Das Land leidet unter einer Wirtschaftskrise und teuren Nahrungsmitteln.