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Amelie Heß
Amelie Heß, SWR3; Foto: SWR3
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Los Angeles plant, neue Pelzwaren aus dem Stadtgebiet zu verbannen. Herstellung und Verkauf von Pelzmänteln und Co. sollen nicht mehr erlaubt sein.

Hollywood-Stars müssen jetzt stark sein: Pelzwaren sind im Stadtgebiet von Los Angeles wohl bald verboten. Im Januar 2021 soll das Verkaufsverbot in Kraft treten, beschloss der Stadtrat der Metropole in Kalifornien.

Nur ein Mitglied votierte bei der Abstimmung gegen das Verbot. Deshalb gebe es eine weitere formale Abstimmungsrunde, berichtet der Sender CBS, nach Informationen von Spiegel Online.

Alle neuen Pelze werden verboten

Das Verkaufsverbot betreffe neue Pelzprodukte, darunter auch pelzbesetzte Kleidungsstücke wie Handschuhe und Hüte. Auch die Herstellung und der Handel mit Pelzen soll im Stadtgebiet verboten werden. Nur Second-Hand-Läden dürfen weiterhin gebrauchte Pelze verkaufen.

„Diese obskure und unmenschliche Praxis muss ein Ende haben“, sagte Stadtrat Bob Blumenfield dem Hollywood Reporter. Blumenfield hatte gemeinsam mit seinem Kollegen Paul Korretz das Verbot initiiert.

Es sei ein großer Schritt, wenn die Stadt diese „Art von unnötiger Grausamkeit“ stoppe, sagte er bereits im September 2018. Im Übrigen gebe es keinen Grund in der heutigen Zeit Pelz zu tragen, „ganz bestimmt nicht im sonnigen Los Angeles“.

PETA feiert den Entschluss

Die Tierschutzorganisation PETA feierte den Entschluss in Los Angeles. „Wir lassen die Sektkorken knallen", sagte Lisa Lange gegenüber dem Hollywood Reporter. Die Entscheidung habe weitreichende Wirkung. „Wenn Los Angeles redet, hört die Welt zu“, sagte sie.

Mit der Umsetzung des Verbots wird Los Angeles die größte Stadt in den USA sein, die sich für den Tierschutz stark macht. Erst Anfang Februar fand in der Metropole die erste „Vegan Fashion Week“ statt mit Designern, die ausschließlich Kleidung verkaufen, die ohne tierische Produkte hergestellt werden.

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