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Isabel Gebhardt
Isabel Gebhardt, SWR3; Foto: SWR3
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Die Schiersteiner Brücke wächst weiter zusammen: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde ein 120 Meter langes und mehr als 2.000 Tonnen schweres Metallteil eingesetzt. Das musste erst einmal „eingeschwommen“ werden.

Das Brückenteil war bereits am Mittwochmittag vom Wiesbadener Rheinufer aus auf eine schwimmende Plattform geladen worden. Von dort „schwamm“ es dann rund 100 Meter bis zur Baustelle. Dann gab es allerdings erst einmal Verzögerungen.

Starker Wind verzögert Einbau

Wegen des starken Windes konnte das Teil zunächst nicht in die Brücke eingesetzt werden. Rund 30 Arbeiter standen laut der Verkehrsbehörde Hessen Mobil in den Startlöchern. Sie konnten die Arbeiten dann erst in der Nacht zu Donnerstag erledigen.

Die Plattform mit dem Brückenteil wurde dazu mit Winden und Stahlseilen an die richtige Stelle gezogen. Danach wurden das Metallteil Stück für Stück an die richtige Position gehoben – hoch über die Hauptfahrrinne des Rheins.

Nun können die Schweißerarbeiten beginnen. Nach Angaben von Hessen Mobil können die mehrere Wochen dauern.

Viertes Brückenteil fehlt noch

In der Vergangenheit wurden bereits zwei Brückenteile auf gleiche Art und Weise eingebaut. Nun fehlt noch das vierte und letzte Brückenteil, das dann den Bogen bis zum Mainzer Ufer schließen wird. Es soll im kommenden Jahr eingebaut werden.

2021 soll der Verkehr über die neue Brücke rollen

Die Schiersteiner Brücke ist eine der schnellsten Verbindungen zwischen den Landeshauptstädten Mainz und Wiesbaden. Bis zu 90.000 Fahrzeuge fahren täglich über diese Verbindung.

Mit dem Neubau der maroden Brücke wurde 2013 begonnen, er soll voraussichtlich 2021 abgeschlossen werden. Das Projekt kostet rund 216 Millionen Euro. Laut Hessen Mobil liegen die Arbeiten im Zeitplan.