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Kartons voller Minen, Granaten und Waffenteilen stellte die Polizei bei einer Wohnungsdurchsuchung in Magdeburg sicher. Auch eine Sowjet-Rakete wurde beschlagnahmt.

Kripo-Beamte, unterstützt vom SEK und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst, rückten am Dienstagmorgen im Magdeburger Stadtteil Cracau an. Bei der Wohnungsdurchsuchung, die insgesamt acht Stunden dauerte, stellten die Spezialisten ein ganzes Waffenarsenal sicher.

Sowjet-Rakete beschlagnahmt

Spezialeinsatzkräfte laden in Magdeburger Wohnung gefundene Waffen in einen Transporter; Foto: picture alliance/Tom Wunderlich/dpa-Zentralbild/dpa

Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes laden die in Magdeburg beschlagnahmten Waffen in einen Transporter.

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Die Polizei Magdeburg teilte der Presse mit, sie habe eine „große Anzahl von Munition und Waffenteilen wie Minen und Granaten“ gefunden.

Nach Angaben der Magdeburger Volksstimme sind außerdem auch zwei Panzerfäuste und eine sowjetische Luft-Luft-Rakete sichergestellt worden.

Insgesamt sollen mehrere Umzugskartons voller beschlagnahmter Gegenstände von Spezialeinsatzkräften aus dem Haus gebracht worden sein.

Verstoß gegen Kriegswaffenkontrollgesetz

Bei dem Fund handelt es sich der Polizei zufolge überwiegend um Waffen aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Sollte es sich dabei tatsächlich auch um scharfe Munition handeln, würden die Waffen unter der Kriegswaffenkontrollgesetz fallen. Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt wird das jetzt untersuchen.

Der mutmaßliche Besitzer der Waffen, ein 33-jähriger Mann, lebt auch in der durchsuchten Wohnung. Während des Einsatzes war er allerdings nicht zuhause und ist derzeit auf freiem Fuß. Woher die Polizei den Hinweis auf das Waffenlager des Mannes hatte, ist unklar. Auch zu den möglichen Hintergründen der Waffensammlung wurde noch nichts bekannt.