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Die Feier zur Karnevalseröffnung in Köln wurde für einen 22-Jährigen aus Trier zum Alptraum: Ein Unbekannter zog einen Kabelbinder um seinen Hals zu. Offenbar soll es noch weitere Opfer geben.

Der Angreifer näherte sich dem Trierer von hinten, legte ihm einen Kabelbinder um den Hals und zog dann fest zu – so schilderte es der Mann der Polizei Köln. Der Angegriffene konnte die Schlinge nicht selbst lösen und suchte Hilfe im Sanitätszelt. Dort entfernte ein Arzt die Plastikschlaufe – gerade noch rechtzeitig. Wie der Mediziner den Beamten erklärte, war der Kabelbinder nämlich so stark festgezogen worden, dass die Durchblutung des Kopfes eingeschränkt war.

Weitere Angriffe mit Kabelbindern

Ein Bündel Kabelbinder hängt an einem Haken; Foto: picture alliance/Peter Kneffel/dpa

Bei der Karnevalseröffnung in Köln am 11.11 wurden mindestens vier Personen mit Kabelbindern gewürgt.

picture alliance/Peter Kneffel/dpa

Im Fall des 22-jährigen Trierers ermittelt die Polizei jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung. Eventuell könne diese Tat sogar als versuchte Tötung eingestuft werden.

Offenbar gibt es noch weitere Opfer: Polizeilichen Angaben zufolge sollen bei der Feier zum 11.11 in Köln noch mindestens drei weitere Personen auf ähnliche Weise gewürgt worden sein.

Hinweise an die Polizei Köln

Die Polizei Köln hat jetzt die Ermittlungen in den Fällen aufgenommen. Es soll geprüft werden, ob Kameras die Taten aufgezeichnet haben. Zeugen oder weitere Geschädigte werden gebeten, sich schnellstmöglich zu melden. Ansprechpartner ist das Kriminalkommissariat 51, Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de.