Stand:

Im Stuttgarter Stadtteil Fasanenhof ist am Mittwochabend ein Mann erstochen worden – mitten in einem Wohngebiet. Gegen den Verdächtigen wurde Haftbefehl erlassen.

Aktuell gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von einem ausschließlich persönlichen Motiv des Tatverdächtigen aus. Ein politischer oder religiöser Hintergrund wird ausgeschlossen. Wie die Polizei bereits am Donnerstag mitteilte, kannten sich der mutmaßliche Täter und das Opfer. Das Opfer ist ein Deutscher.

Polizei gibt Einzelheiten zum Täter bekannt

Beim mutmaßlichen Täter handelt es sich nach Polizeiangaben um einen Mann, der in Deutschland als syrischer Staatsbürger registriert ist und seit 2015 mit gültigem Aufenthaltsstatus in Deutschland lebt. Laut Polizei zog der Mann am 1. Juni 2018 nach Stuttgart. Bis Ende April 2019 lebte er den Angaben zufolge etwa ein Jahr lang in einer Wohnung gemeinsam mit dem späteren Opfer. Zur Tatzeit soll sich der 28-Jährige aber hauptsächlich in einer Gemeinschaftsunterkunft im Raum Ludwigsburg aufgehalten haben.

Es werde dazu noch ermittelt. Die Zweifel habe der Tatverdächtige selbst ausgelöst, teilte die Polizei mit. Bei seiner Festnahme soll er gesagt haben, dass er zwei Jahre älter sei und einen jordanischen Pass habe. Er sei der Polizei schon vor der Tat bekannt gewesen – in welchem Zusammenhang wollte ein Sprecher nicht sagen.

Was geschah?

Am frühen Mittwochabend war ein 36-jähriger Mann im Stadtteil Fasanenhof mit einem „schwertähnlichen Gegenstand“ erstochen worden. Das Opfer war nach dem Angriff trotz schneller Rettungsversuche noch auf der Straße gestorben. Der Verdächtige flüchtete zunächst zu Fuß und dann mit einem Fahrrad. Im Rahmen einer groß angelegten Fahndung nahm die Polizei den mutmaßlichen Täter noch am Mittwochabend in der Nähe des Tatorts fest. Am Donnerstag wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen.

Im Netz kursieren schreckliche Bilder bzw. Videos, die die Tat zeigen. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob sich die Menschen, die die Videos aufgezeichnet und hochgeladen haben, strafbar gemacht haben. Weshalb du solche Videos nicht posten, teilen oder kommentieren solltest, erfährst du hier.

Autor
SWR3