Auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat einen Vorsatz für 2018. Und sein persönliches Ziel erscheint schlicht, aber gewaltig: Das soziale Netzwerk „reparieren“.

Seit 2009 stellt sich Mark Zuckerberg zu Beginn des Jahres einer neuen Challenge: Er wollte schon Mandarin lernen, 25 Bücher lesen oder alle US-Bundesstaaten besuchen. In diesem Jahr ist jedoch alles anders, denn sein Vorsatz 2018 hat weitaus größere politischere Bedeutung.

„Gegen Hasskommentare und Beleidigungen“

In einem Post auf seiner Pinnwand schrieb der 33-Jährige am Donnerstag, dass er sein soziales Netzwerk „reparieren“ wolle. Facebook-Nutzer sollten vor Missbrauch geschützt und gegen eine Einmischung von Nationalstaaten verteidigt werden.

Every year I take on a personal challenge to learn something new. I've visited every US state, run 365 miles, built an...

Posted by Mark Zuckerberg on Thursday, January 4, 2018

Die Plattform wolle stärker gegen Hasskommentare, Beleidigungen und Wahlmanipulationen vorgehen. Damit solle sichergestellt werden, dass die auf Facebook verbrachte Zeit eine „gut verbrachte Zeit“ sei. Immerhin nutzen weltweit über zwei Milliarden Menschen Facebook.

Zuckerberg gesteht Fehler ein

Gleichzeitig räumte der Gründer des sozialen Netzwerks ein, dass bei der Bekämpfung von Hass und Manipulationen Fehler gemacht worden seien. Fehler und Missbrauch könnten nicht immer verhindert werden, aber derzeit mache das Unternehmen zu viele Fehler bei der Durchsetzung seiner Richtlinien.

Es werde keine leichte Aufgabe sein, räumte der Facebook-CEO ein, es gebe „viel zu tun“. Hierfür plane er die Zusammenstellung von Experten-Gruppen, die diese Aufgaben bearbeiten sollen. Konkretere Lösungen präsentierte er jedoch noch nicht.

2017 schwieriges Jahr für Facebook

Facebook Gefällt-mir und Gefällt-mir-nicht-Zeichen; Foto: Imago

2017 war kein einfaches Jahr für Facebook: Russland-Affäre, Fake News und Hasskommentare sorgten für Kritik.

Imago

Im vergangenen Jahr war die Plattform mehrfach unter Druck geraten: Es wurden Vorwürfe laut, dass Facebook problematische Einträge oder Falschmeldungen nicht wirksam genug bekämpfe.

Außerdem geriet Facebook in die Kritik, im US-Wahlkampf 2016 durch von Russland gesteuerte Accounts Fake News verbreitet und so die User beeinflusst zu haben. Für die sogenannte Russland-Affäre mussten sich Mitarbeiter bereits vor dem US-Kongress rechtfertigen.