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Vanessa Valkovic
Vanessa Valkovic, SWR3; Foto: SWR
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Laut dem Verein Brustkrebs Deutschland e.V. erkranken jährlich etwa 75.000 Frauen neu an Brustkrebs. Die Mammografie gilt als die bekannteste Untersuchung zur Erkennung von Brustkrebs. Ärzte der Universitätsklinik Heidelberg haben jetzt einen Bluttest entwickelt. Könnte er die Früherkennung dieser Krebserkrankung revolutionieren?

Ärzte der Uniklinik Heidelberg haben jetzt offenbar einen Bluttest entwickelt, der Brustkrebs erkennen soll. Die Erkrankung ist die häufigste Krebsart bei Frauen, die Heilungschancen sind mittlerweile gut. Je früher Brustkrebs bei betroffenen Frauen erkannt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Heilung: 95 Prozent der Patientinnen überleben, wenn die Krankheit früh genug erkannt wird.

Wie teuer der Test sein wird, ist noch unklar

Der Bluttest soll den Krebs bereits in einem sehr frühen Stadium erkennen und unabhängig von der Größe und Art des Tumors und dem Alter der Patientin sein. Er soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Die Krankenkassen übernehmen bislang nicht die Kosten für den Test. Wie teuer er wird, ist noch unklar.

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Bluttest als Ergänzung zur Mammografie

Mit dem neuen Bluttest soll es erstmals möglich sein, aktives Tumorgewebe im Körper zu diagnostizieren, erklärt Christof Sohn, Leiter des Forscherteams an der Frauenklinik in Heidelberg im SWR. Bisher gilt die Mammografie als beste Methode zur Früherkennung. Der Bluttest mache sie nicht überflüssig, sondern sei eine Ergänzung. Er könne die Krankheit beispielsweise in einem sehr frühen Stadium erkennen. Der Test soll heute bei einem Kongress in Düsseldorf näher vorgestellt werden.

Die Heidelberger Forscher hoffen jetzt, mit dem Bluttest langfristig auch anderen Krebsarten auf die Spur zu kommen.

Auch bei der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs hat kürzlich ein neuer Test für Aufsehen gesorgt.