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Hans Liedtke
Hans Liedtke, SWR3; Foto: SWR3
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Massive Brände in der Arktis bereiten Forschern Sorge. Über 100 großflächige Brände haben Meteorologen in Alaska, Grönland und Sibirien in den letzten sechs Wochen gezählt. Die Menge an CO2, die dabei freigesetzt wird, entspricht jetzt schon der Menge, die ein Land wie Schweden in einem ganzen Jahr in die Luft bläst.

Experten des „Copernicus Programms“ zur Erdbeobachtung sagen, dass es noch nie gleichzeitig so viele Brandherde in der Arktis gab. In Alaska, Grönland und Sibirien brennen Wälder und Moosflächen vermutlich wegen des heißen und trockenen Wetters, so die Forscher.

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Riesige Flächenbrände

Einzelne Feuer seien so groß wie eine Fläche von rund 100.000 Fußballfelder. Meteorologen schätzen die Größe eines Feuers in Kanada sogar auf eine Fläche von rund 300.000 Fußballfelder. Jeden Tag werden neue entfacht. Grundsätzlich gibt es jedes Jahr Brände in der Arktis – doch solche Ausmaße überraschen die Forscher.

50 Millionen Tonnen CO2

Allein im Juni haben die Brände rund 50 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen. Das entspricht dem durchschnittlichen Ausstoß von Schweden in einem ganzen Jahr. Die Emissionen seien in diesem Jahr stärker als in den letzten acht Jahren, so die Forscher des Copernicus Programms. Durch den Wind würde der Rauch in der ganzen Welt verteilt. Dadurch leide die Luftqualität rund um den Globus.

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Klima-Teufelskreis

Die Gründe liegen, den Forschern zufolge, in den hohen Temperaturen und der extremen Trockenheit in den Regionen. Ein Teufelskreis – denn sonst kühle Luftströme werden durch die Hitze unterbrochen. So heizen sich die Regionen noch stärker auf.

Arktische Feuer seien besonders kritisch zu betrachten, weil sie häufig helle Eisflächen durch Ruß und Rauch verdunkelten. Das führe dazu, dass Sonnenlicht stärker absorbiert und kaum noch reflektiert wird. Das beschleunigt die globale Erderwärmung, erklären die Experten.

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Hans Liedtke
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