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Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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Der Wirbelsturm hat die US-Küste zwar noch nicht erreicht, aber auch die Vorboten von „Barry“ hinterlassen ihre Spuren. Rund um Morgan City haben Zehntausende Menschen keinen Strom mehr.

Tropensturm „Barry“ tobt zurzeit noch über dem offenen Meer – auf dem Festland sind aber schon die ersten Vorboten angekommen. Mehr als 30.000 Menschen waren im Staat Louisiana ohne Strom.

Die größten Ausfälle habe es im Süden des Staates gegeben, vor allem in Orten östlich von Morgan City. Hier soll der Sturm im Lauf des Samstages auf Land treffen. Allerdings wird der Sturm wohl eher schwach: Der US-Wetterdienst erwartet Windgeschwindigkeiten von 119 Stundenkilometern.

„Barry“ könnte der erste Wirbelsturm sein, der Louisiana in dieser Saison trifft. Auch wenn der Sturm im Vergleich zu „Katrina“ vor 14 Jahren eher schwach ausfallen könnte, rechnen die Behörden mit verheerenden Überschwemmungen in Louisiana und auch im Nachbarstaat Mississippi. Im Unwettergebiet leben etwa drei Millionen Menschen.

New Orleans bereitet sich auf Flut vor

Auch New Orleans ist immer wieder von Wirbelstürmen betroffen. 2005 kamen schätzungsweise mehr als 1.800 Menschen ums Leben, als „Katrina“ über die Gegend fegte. Danach wurde ein Hurrikan-Schutzsystem mit verbesserten Dämmen und Pumpstationen aufgebaut. Das ist aber bis heute noch nicht fertiggestellt.

Trotzdem sagte Louisianas Gouverneur John Bel Edwards, dass zum ersten mal seit „Katrina“ alle Schleusentore im Gebiet um New Orleans geschlossen worden seien. Er glaube aber nicht, dass der Mississippi über die Dämme treten werde.

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Hochwasserpumpen überfordert?

Zwar soll der Sturm nicht direkt über New Orleans ziehen, trotzdem macht sich Bürgermeisterin LaToya Cantrell Sorgen. Sie warnte, dass die Hochwasserpumpen wegen der drohenden Wassermassen überfordert sein könnten.

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