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Plastik in den Meeren schadet allen Tieren und auch dem Mensch. Doch besonders bedroht sind einige besonders große Tiere. Mikroplastik kann Wale und Haie vergiften.

Buckelwal; Foto: dpa/picture alliance

Durch ihre Art der Nahrungsaufnahme sind Buckelwale gefährdet.

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Wale, einige Haie und viele andere Meerestiere wie Rochen sind mehr und mehr durch Mikroplastik in den Meeren bedroht. Das besagt eine neue Studie, über die der britische Guardian berichtet.

Die kleinen Plastikteile sind demnach besonders gefährlich für Bartenwale wie den Blau-, Buckel- und Grauwale sowie Riesenhaie. Denn sie nehmen beim Fressen große Mengen Plastik auf. Das liegt daran, dass sie Hunderte oder sogar Tausende Liter Wasser mit ihren Barten filtern, um an Krill, Plankton und andere Kleinlebewesen zu gelangen.

Nährstoffaufnahme blockiert

Riesenhai; Foto: D.Burton/WILDLIFE/dpa

Weil sie beim Fressen große Mengen Wasser aufnehmen und filtern sind auch Riesenhaie durch Mikroplastik gefährdet.

D.Burton/WILDLIFE/dpa

Dabei nehmen die Wale und Riesenhaie auch Unmengen von Mikroplastik auf. Das könne sich in den Tieren ablagern und die Aufnahme von Nährstoffen blockieren – oder giftige Nebeneffekte haben, so die Studie.

Die Studienmacher raten, die Auswirkungen von Mikroplastik auf die großen Tiere der Ozeane näher zu erforschen. Dass ihnen große Plastikteile schaden, ist bereits bekannt. In den Körpern toter Wale wurden bereits große Plastikstücke gefunden.

Welche langfristigen Folgen das viele mikroskopisch kleine Plastik hat, ist hingegen noch unbekannt.

Autor
Tim Stobbe
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SWR3