Stand:

Im Nordwesten Irans bebte in der Nacht auf Freitag die Erde. Fünf Menschen wurden bereits tot geborgen, das volle Ausmaß des Unglücks ist noch nicht bekannt.

Im Iran hat am Freitagmorgen die Erde gebebt. Mindestens 5 Menschen wurden getötet, 300 weitere verletzt. Iranische Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass die Opferzahl noch weiter steigen wird.

Mindestens 30 Häuser eingestürzt

Das Beben begann gegen zwei Uhr morgens Ortszeit. Die US-Erdbebenwarte USGS meldete eine Stärke von 5,8, damit gilt das Beben als mittelstark. Der Ursprung liegt in der Nähe der Stadt Hashtrud, im Nordwesten des Irans.

Insgesamt 80 Dörfer in der Region waren von den Erdstößen betroffen. Aus Angst vor Nachbeben verbrachten viele Menschen trotz Kälte die Nacht im Freien. Rund um das Epizentrum sollen mindestens 30 Häuser eingestürzt sein.

Du hast DNT aktiviert. Wir stellen die Verbindung zu Datawrapper erst her, wenn du dies erlaubst. Mehr dazu findest du in unseren Datenschutzhinweisen.
Datawrapper-Inhalt in neuem Tab/Fenster ansehen.

Im Schnitt ein Erdbeben pro Tag im Iran

Nach Erdbeben in Bam (Iran) 2003: Ein Mann steht in einem Trümmerhaufen; Foto: picture alliance / dpa

2003 machte ein schweres Erdbeben die Stadt Bam im Südost-Iran dem Erdboden gleich.

picture alliance / dpa

Der Iran hat ein besonders hohes Erdbebenrisiko, weil das Land auf der Grenze zweier Erdplatten liegt: der Arabischen und der Eurasischen Kontinentalplatte. Wenn sich die Platten zueinander verschieben, entstehen Spannung, die sich dann in Form von Erdbeben entladen. Im Schnitt einmal täglich bebt die Erde im Iran.

Unglücke mit Tausenden Toten sind im Iran keine Seltenheit: Allein in den Jahren 1990 und 2003 ereigneten sich zwei schwere Beben mit jeweils etwa 30.000 bis 50.000 Todesopfern.