Autor
Laura Bisch
Laura Bisch, SWR3; Foto: SWR3
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Mallorca gilt als eines der Top-Reiseziele für Feierwütige. Um in Zukunft weniger dieser Touristen anzulocken, hat die Regionalregierung der Balearen neue Regeln beschlossen. Das ändert sich dadurch.

Das neue Gesetz gilt nicht für ganz Mallorca, sondern nur für zwei als problematisch geltende Gebiete der spanischen Insel: für die Playa, den sogenannte Ballermann, und die im Südwesten liegende britische Urlauberhochburg Magaluf. Außerdem ist die Region Sant Antoni de Portmany auf Ibiza betroffen.

Was ändert sich?

1. All Inclusive ohne unbegrenzte alkoholische Getränke: Eine der krassesten Änderungen dürfte sein, dass All-Inklusive-Hotels in diesen Gebieten ab Februar nicht mehr unbegrenzt Alkohol anbieten dürfen. Wie Tourismusminister Iago Nerueguela erklärte, dürfen All-Inklusive-Hotels dort nur noch zu den Mittags- und Abendmahlzeiten je drei alkoholische Getränke umsonst anbieten.

2. Keine Happy Hours mehr: Zudem werden in Bars und Restaurants Happy Hours und andere Angebote, die zu übermäßigem Alkoholkonsum einladen, verboten. Kneipentouren zu einem Festpreis wird ebenfalls der Riegel vorgeschoben.

3. Alkohol nur zu bestimmten Zeiten: Läden und Geschäfte dürfen zwischen 21.30 Uhr und 8 Uhr morgens keinen Alkohol mehr verkaufen.

4. Sprung von Hotelbalkonen ist strafbar: Diese Regelung hat zwar nur bedingt mit Alkohol zu tun, wurde aber dennoch in den neuen Regelkatalog mit aufgenommen. Sie besagt, dass es ab Februar gesetzlich verboten ist, von Hotelbalkonen zu springen. Durch Vorfälle dieser Art hatten sich in den vergangenen Jahren immer wieder Urlauber schwere oder gar tödliche Verletzungen zugezogen.

Was droht bei Verstößen?

Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit hohen Strafen rechnen: Urlauber, die trotz Verbots vom Balkon springen, müssen des Hotels verwiesen werden und zusätzlich bis zu 60.000 Euro bezahlen. 

Hotelbetreiber und Inhaber von Bars oder Geschäften können für unerlaubten Alkoholausschank gar mit Geldstrafen von bis zu 600.000 Euro belegt werden.

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Laura Bisch
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