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Die Weltmeere, die die Erde ausmachen, sind voller Müll. Von Autoreifen bis Mikroplastik verschmutzt so ziemlich jeder vorstellbare Abfall die Ozeane. Das System Ocean Cleanup will das ändern – und meldet erste Erfolge.

Große Mengen Plastik aus dem Meer herauszuholen – das ist das Ziel des Projekts „The Ocean Cleanup“. Seit einem Jahr testen Forscher im Pazifik zwischen San Francisco und Hawaii, ob die von ihnen entworfene Vorrichtung funktioniert.

Große und kleine Plastikteile aus dem Meer gesammelt

Dort befindet sich der „Pacific Garage Patch“, ein großer Plastikmüllwirbel, in dem sich Millionen großer und kleiner Plastikteile ansammeln. Nun gab es einen ersten Erfolg zu vermelden:

„Wir sammeln endlich Plastik“, berichtete der Gründer des Ocean-Cleanup-Projekts, der Niederländer Boyen Slat, stolz vor Journalistinnen und Journalisten in Rotterdam. Zum ersten Mal konnten große und kleine Plastikteile eingesammelt werden. Zuvor waren diese immer wieder aus der Vorrichtung heraus geschwommen.

Testphase im Meer noch bis Dezember

Mit 18 Jahren hatte der Niederländer Boyen Slat seinen Plastikfangarm entworfen. Er sieht aus wie eine riesige Schwimmnudel. Der Clou: Die u-förmige, 600 Meter Anlage soll sich frei im Meer bewegen. Gesteuert wird sie allein von der Meeresströmung. Bis jetzt waren alle Tests gescheitert.

Doch ein großer Unterwasserfallschirm und mehr Fangarme über Wasser brachten nun den ersten Erfolg. Das Team sammelte Plastikteile wie Stühle, Helme, Netze und auch Mikroplastik ein. Die Testphase ist damit noch nicht vorbei. Bis Dezember soll der Fangarm weiter im Pazifik treiben. Das Plastik wird dann eingesammelt und recycelt. Wenn die Tests weiter gut laufen, könnten mehrere dieser Anlagen gebaut werden.