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Björn Widmann
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Welche deutsche Großstadt strotzt nur so vor Dynamik? Und welche hat die besten Zukunftsaussichten? Das Institut der deutschen Wirtschaft hat herausgefunden, dass Städte in Baden-Württemberg ganz vorne dabei sind.

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Profitiert von einer starken Wirtschaft: Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart

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Ulm belegt in der Top 10 der besten Städte in Deutschland den achten Platz und Stuttgart bleibt unverändert auf dem Dritten. Bei den besten Städten geht es unter anderem um die Wirtschaft, den Immobilienmarkt und die medizinische Versorgung.

Stuttgart profitiert von einer starken Wirtschaftsstruktur und den Autobauern. Ulm punktet durch den Standort an der Grenze zu Bayern. Stuttgart verliert außerdem einen Platz und landet bei den in der Kategorie der zukunftsfähigen Städte auf Platz vier.

Rheinland-Pfalz-Städte im Mittelfeld

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Die beste untersuchte Stadt in Rheinland-Pfalz ist Mainz

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Die beste der untersuchten Städte aus Rheinland-Pfalz ist Mainz. Allerdings verliert die Stadt am Rhein sechs Plätze und fällt auf Platz 19 der besten Städte. Grund sei unter anderem, dass die Stadt weniger neue Wohnungen gebaut habe. Das gab Minuspunkte bei der Erhebung.

Außerdem seien weniger Leute zugewandert als noch beim Vergleich im vergangenen Jahr. Punkten konnte die Stadt offenbar bei der Bildung. Es gebe deutlich weniger Schüler ohne Abschluss, als in anderen Städten. Ebenfalls Pluspunkte gab es für Trier. Insgesamt fünf Plätze rutschte die Stadt nach oben und belegt jetzt Platz 48 des Rankings.

Berlin ist „besonders dynamisch“

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Steht in Punkto Dynamik ganz oben: Berlin

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Und wie sieht's im Rest der Republik aus? Berlin ist besonders dynamisch, München steht am besten da, Wolfsburg und Ingolstadt bekommen dagegen die Krise der deutschen Autoindustrie zu spüren. Hochgearbeitet hat sich die mittelfränkische Metropolregion Nürnberg, Erlangen und Fürth.

In Sachen Dynamik landet Berlin ganz klar auf dem ersten Platz. Vor allem auf dem Arbeits- und Immobilienmarkt sei das Tempo dort deutlich gestiegen, heißt es in der Untersuchung, die die Entwicklung der 71 kreisfreien deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern vergleicht.

Von 2012 bis 2017 seien rund eine viertel Million Menschen mehr nach Berlin gezogen als abgewandert. Auf Rang zwei landete München, gefolgt von Fürth. Ingolstadt und Wolfsburg stürzten auf Platz 39 beziehungsweise 49 ab. Im Vorjahr waren beide Städte noch in der Top 10.

München zum siebten Mal top, Ruhrgebiet flop

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Zum siebten Mal in Folge ist München zur besten Stadt gekürt worden

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In der Topliga spielt München unverändert mit. Die bayerische Landeshauptstadt landete bei der „aktuellen Lage“ zum siebten Mal in Folge auf dem ersten Platz. Die einmalige Kombination aus hochleistungsfähiger Wissenschaft und wettbewerbsfähiger Wirtschaft wirke „wie ein Turbo für den Großraum München“, sagte Hanno Kempermann von IW Consult.

Auf Spitzenreiter München folgen auf den Plätzen zwei und drei Erlangen und Stuttgart. Außerdem sind in der Top 10 auch die Bankenmetropole Frankfurt, Hamburg, Regensburg, Würzburg und Ulm. Am unteren Ende der Tabelle hängen Bremerhaven (Rang 69) und die Ruhrgebietsstädte Herne (70) und Gelsenkirchen (71).

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