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Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten hat zugegeben, den 65-Jährigen umgebracht zu haben. Das hat Bundesinnenminister Seehofer gesagt. Es gibt noch mehr Details.

Innenausschuss; Foto: picture alliance/Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Generalbundesanwalt Peter Frank und Innenminister Horst Seehofer im Innenausschusses des Bundestags

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Im Fall des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat der Tatverdächtige den Mord gestanden. Das hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in einer Sondersitzung des Innenausschusses mitgeteilt. Demnach hat der 45-Jährige alleine gehandelt.

Die Aufklärung des politischen Motives sei aber noch nicht abgeschlossen, sagte Seehofer weiter. Die Bundesanwaltschaft hatte die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Sie geht davon aus, dass die Tat einen rechtsextremistischen Hintergrund hat.

Mutmaßlicher Mörder nennt Motiv

Wohnhaus; Foto: picture alliance/Swen Pförtner/dpa

Das Wohnhaus von Walter Lübcke in Wolfhagen-Istha

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Lübcke war Anfang Juni auf der Terrasse seines Hauses im nordhessischen Wolfhagen-Istha erschossen worden. Zum Motiv und der Vorgeschichte hat sich der mutmaßliche Mörder Lübckes nach SWR-Informationen bei der Vernehmung auch geäußert.

Demnach hatte sich Stephan E. schon länger mit dem Gedanken getragen, Walter Lübke zu töten. Frühere Überlegungen seien aber im Anfangsstadium stecken geblieben – bis er sich dann am Wochenende des 1. Juni zur Tat entschlossen habe. Sein Motiv sei gewesen, dass er die Flüchtlingspolitik von Walter Lübke zutiefst abgelehnt habe.

Ausschlaggebend war eine Veranstaltung im Oktober 2015 im nordhessischen Lohfelden, auf der Lübke den Satz gesagt hatte, es lohne sich in Deutschland zu leben, wem die Werte hier aber nicht passten, der könne ja gehen. Bei dieser Veranstaltung war Stephan E. persönlich anwesend. Mehr Infos zu der Aussage des mutmaßlichen Mörders im Video.


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