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Tim Stobbe
Tim Stobbe, SWR3; Foto: SWR3
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Wer Kinder missbraucht und Kinderpornografie besitzt oder in Umlauf bringt, soll härter bestraft werden. Das forderte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bei der Innenministerkonferenz in Lübeck. Außerdem sollen beide Taten nicht mehr, wie bisher, nur als Vergehen gelten.

Auf zehn Jahre Haft will der Innenminister von Nordrhein-Westfalen Herbert Reul (CDU) die Höchststrafe für Kindesmissbrauch hinaufsetzen. Zwar gilt bereits eine Maximalstrafe von zehn Jahren, doch in bestimmten Fällen kann das Maximum auch bei fünf Jahren liegen.

Verbrechen statt Vergehen

Für den Besitz von Kinderpornografie soll die Höchststrafe auf fünf Jahre angehoben werden. Derzeit liegt sie bei drei Jahren. Außerdem sollen beide Taten generell als Verbrechen gelten, nicht wie bislang als Vergehen. Juristisch bedeutet das, dass sie mindestens mit einem Jahr Haft bestraft werden. Diese Forderungen liegen in einem Beschlussvorschlag für die Innenministerkonferenz in Lübeck. Wörtlich heißt es darin:

„Der Kampf gegen Kindesmissbrauch gehört zu den wichtigsten gesellschaftspolitischen Aufgaben unserer Zeit.“

Aus dem Beschlussvorschlag für die Konferenz

Was Missbrauch, gerade in der Familie, anrichtet, darüber hat SWR3-Reporterin Kira Urschinger mit einer Betroffenen gesprochen: