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Kreuzfahrtschiffe belasten massiv das Klima. Das ist das Ergebnis des Rankings des Naturschutzbundes Nabu. In der Studie steht auch, warum das so ist.

Insgesamt hat der Nabu 89 Schiffe untersucht. Ein kleiner Teil davon wird sauberer, so das Fazit. Das betrifft Schiffe, die Abgastechnik installieren oder gleich auf Flüssiggas statt Schweröl als Treibstoff setzen. Dies gilt zum Beispiel für die Sieger des diesjährigen Rankings: Die „AIDAnova“ der Reederei AIDA und die „Costa Smeralda“ der Reederei Costa.

Langsamer Wandel bei Kreuzfahrtschiffen; Foto: Imago

Nachrichten Langsamer Wandel bei Kreuzfahrtschiffen

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Verband fordert Verzicht auf Schweröl

Trotz dieser Fortschritte kritisiert der Nabu, dass ein Großteil der Kreuzfahrt-Flotte weiterhin mit Schweröl unterwegs ist. Das sorge für eine unnötig hohe Luftbelastung. Deshalb fordert der Naturschutzverband einen generellen Verzicht auf Schweröl. Der Nabu kritisiert, die Anbieter spülten Jahr für Jahr weitere Riesenschiffe auf den Markt, die allesamt mit fossilen Kraftstoffen betrieben würden.

Das ist absolut unzeitgemäß und verantwortungslos. Die Kreuzfahrt darf nur mit Null-Emissions-Antrieben eine Zukunft haben.

Leif Miller, Nabu-Bundesgeschäftsführer


Klimabilanz mit katastrophalem Ergebnis

Für das diesjährige Ranking wurde zum ersten Mal auch die Klimabilanz der Schiffe mitberücksichtigt – mit desaströsem Ergebnis. Denn bis auf zwei Segelschiffe setzen laut Nabu alle Schiffstypen auf fossile Brennstoffe. Für eine etwas bessere Klimabilanz kann zum Beispiel die Nutzung von Landstrom während der Liegezeiten im Hafen sorgen. Doch derzeit sind dafür nur wenige Schiffstypen ausgerüstet.