SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz pocht – trotz der Absage von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) – weiter auf ein zweites TV-Duell. Schulz hatte in einem Brief an Merkel ein zweites TV-Duell gefordert. Aus der CDU kam aber eine Absage.

Schulz sagte im SWR2 Tagesgespräch, er würde gern mit Merkel über die zu kurz gekommenen Themen Digitales, Renten und Bildung diskutieren. Mit ihrer Verweigerungshaltung missachte die Kanzlerin das Interesse der Menschen in Deutschland.

Absage aus der CDU-Zentrale

Bereits gestern ist Schulz mit seiner Forderung nach einem zweiten TV-Duell bei Angela Merkel auf taube Ohren gestoßen. „Zu dem Thema ist alles gesagt“, hieß es aus der CDU-Zentrale. Merkel habe gerne an dem TV-Duell teilgenommen, das Format habe sich bewährt und dabei wolle sie es belassen, hieß es.

Zuvor hatte sich Schulz in der ZDF-Sendung „Klartext“ darüber beklagt, dass wichtige Themen im ersten Duell kaum zur Sprache kamen.

Merkel gegen zweites Duell

Im ersten Duell Anfang September wurde so ausgiebig über die Flüchtlingspolitik und die Türkei gesprochen, dass nur wenig Zeit für andere Themen blieb. Dass Schulz mit seinem Brief Erfolg haben würde, galt als unwahrscheinlich. Merkel hatte von vornherein ein zweites TV-Duell ausgeschlossen.